Fr, 24. November 2017

„Keinerlei Kosten“

06.10.2015 12:48

Nicht gegenderte Strafzettel: Händische Korrektur

Nach der Umstellung auf Gender-gerechte Organmandate werden die übrig gebliebenen Strafzettel nun von den Beamten vor der Ausstellung händisch berichtigt. Das geht aus der Beantwortung einer am Dienstag gestellten parlamentarischen Anfrage des Team Stronach an Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hervor. Dabei sollen keine Kosten anfallen, so die Ministerin.

Seit 1. August ist es verpflichtend, dass für Organmandate nur noch das Gender-gerechte neue "Formular 45" verwendet werden darf. Seit diesem Tag dürfen nur noch Strafzettel ausgestellt werden, die den Passus "vom Lenker/von der Lenkerin" (siehe Faksimile unten) enthalten. In einigen Bundesländern blieben aber alte Blöcke des unkorrekten Formulars übrig, das nicht die männliche und weibliche Form der Anrede vorgesehen hatte.

Laut Mikl-Leitner nur noch "wenige Restbestände"
Diese "wenigen Restbestände" würden nun "aufgrund von Anweisungen der Dienstbehörden bei der Fertigung händisch berichtigt/gegendert werden, wodurch keinerlei Kosten anfallen", so Mikl-Leitner. Betroffen sind die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Oberösterreich.

Nach dem 1. August mussten die alten, laut Amtsdeutsch "streng verrechenbaren Drucksorten" vernichtet werden. Und nicht nur das: Jeder Strafzettelblock eines Polizisten ist in der Regel 50 Blatt stark. War nun dieser Block zum Umstellungszeitpunkt bereits angebrochen, mussten sämtliche noch darauf verbliebenen Strafzettel manuell im Computer storniert werden - wegen der fortlaufenden Nummern.

Um das Ausmaß des Materialaufwands zu verdeutlichen: Österreichweit wurden 2013 4,8 Millionen Raser registriert. Tausende Strafzettel werden jährlich zudem wegen Falschparkens und Telefonierens am Steuer ausgestellt...

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden