Fr, 15. Dezember 2017

Versenkbare Tonnen

27.09.2015 13:38

Auf den Stadtplätzen soll der Müll unter die Erde

Der täglich anfallende Müll in den Altstädten - nicht nur in Salzburg ein Problem, wenn die Mülltonnen mit Wurstbrotpapier, Plastikflaschen und Dosen überquellen. Zum Vergleich: In der Silvesternacht fallen nach der ausgiebigen Party am Residenzplatz 21 Tonnen Müll in einer Nacht an.

Städte wie Zürich haben den Abfall schon längst mit so genannten Unterflurcontainern (UFC) unter die Erde verbannt, nun will Salzburg einen Anlauf auf öffentlichen Plätzen starten. Mit dem Beschluss des Gemeinderates vom Mittwoch wurde der Weg für private Haushalte und öffentliche Plätze bereitet. Der Müll verbleibt dann nicht in oberirdischen Tonnen, sondern "verschwindet" nach Einwurf in unterirdischen Containern. Drei bis 3 bis 5 m³, das sind etwa fünf übliche große Rollcontainer, ist das Fassungsvermögen, der Vorteil klar ersichtlich: An der Oberfläche bleibt nur mehr eine Einwurf-Säule für Restmüll, Glas, Papier oder Bioabfall: "Die Entleerung erfolgt dann nach Bedarf, etwa 10- bis 14-tägig, durch ein Kranfahrzeug", weiß der zuständige Stadtvize Harald Preuner.

Im Einsatz sind die UFC bereits in der neuen Wohnanlage in der Rosa Hofmann-Straße, in der Kleßheimer Allee und in der Lexengasse. Die Rückmeldungen sind gut, wie der Leiter des städtischen Abfallservices, Dr. Winfried Herbst, berichtet. Die Sammelstellen bleiben sauberer, die Bewohner trennen besser, die hässlichen Tonnen sind verschwunden - ebenso die unansehnlichen grünen Glasbehälter. "Teilweise kommen auch Chipsysteme zum Einsatz: Sobald der Müll eingeworfen ist, wird er gewogen und auf ein Konto gebucht", sagt der Stadtvize. Die Hausverwaltung, die ohnehin Müllgebühren einhebt, kann so genau abrechnen. Wer weniger wegwirft, der zahlt auch weniger. Bezahlen muss die Container allerdings der Bauherr selbst, die Entsorgung übernimmt bis jetzt noch eine Privatfirma.

Steingasse, Grünmarkt und Residenzplatz
Angedacht sind nun auch solche Systeme in der Steingasse, als 2. Versuch am Universitätsplatz (die Genehmigungen laufen), wo der Denkmalschutz bislang Bedenken hatte, und am Residenzplatz. Das soll im Zuge der Neugestaltung passieren, damit der Platz optisch verbessert wird.

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