Di, 21. November 2017

Erfolg in Salzburg

25.08.2015 07:59

Kripo-Chef ertappt dreiste Einbrecher in flagranti

"Vom Schreibtisch aus geht so etwas nicht" - so kommentiert der Salzburger Kripo-Chef Andreas Huber sein schnelles Einschreiten bei einem Einbruch in Josefiau. Nur Minuten nachdem die Hausbesitzer Alarm geschlagen hatten, war er mit Kollegen vor Ort, weil er gerade Streife in der Alpenstraße fuhr. Für ihn Alltag.

"Streife fahre ich sehr oft, vor allem am Wochenende. Auch als Chef der Kriminalpolizei bleibt man immer Polizist mit Leib und Seele, selbst wenn man viel Zeit im Innendienst verbringen muss", meint Andreas Huber auf "Krone"-Anfrage. Seit 35 Jahren ist er im Dienst - und scheint irgendwie überall präsent zu sein. Am Sonntagmittag führte diese Einstellung wieder zum Erfolg.

In Salzburg-Josefiau schlug ein Ehepaar Alarm, weil es in seinem Haus Einbrecher vermutete. Die Besitzer wohnen in Eugendorf, das möblierte Wohnhaus in der Stadt Salzburg steht zurzeit leer. "Ich war gerade auf Streife in der Alpenstraße, also als Erster vor Ort. Das Ehepaar stand vor dem Haus und wartete schon auf uns", beschreibt Huber die Situation. Er und sieben Kollegen betraten dann mit gezogener Dienstwaffe das Haus.

"Im Obergeschoss fanden wir dann schnell zwei der Einbrecher, die sich ohne Widerstand festnehmen ließen. Der dritte versteckte sich in der Dusche, war aber auch schnell gefunden", so der Kripo-Chef. Die Verdächtigen sind 25, 30 und 32 Jahre alt und kommen aus Marokko bzw. Algerien. Zwei von ihnen sind keine Unbekannten. Das Haus in Josefiau haben sie komplett nach Wertgegenständen durchwühlt, ins Gebäude gelangten sie durch eine Terrassentür, die sie eingeschlagen hatten.

"Oft auf Augen und Ohren der Bevölkerung angewiesen"
Ob auf das Konto der drei Verdächtigen noch mehr Delikte gehen, steht nicht fest, sie wurden am Montag einvernommen. "Dass wir in diesem Fall so schnell reagieren konnten, ist dem Ehepaar zu verdanken. Wir sind ja häufig auf Hinweise sowie die Augen und Ohren der Bevölkerung angewiesen", unterstreicht Huber.

Augen und Ohren hat aber auch der Kripo-Chef stets offen. "Ich erinnere mich an den Fall, bei dem ich einen Räuber schon vor dem Überfall auf den Juwelier Nadler stellen konnte." Das war 2009 während eines Spazierganges. Huber war aufgefallen, dass der Mann zu warm angezogen war. Tatsächlich verbarg er ein Samuraischwert unter der Kleidung - die Waffe für die geplante Tat. Der Ungar wurde verhaftet.

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