Sa, 16. Dezember 2017

"Wie vor Minsk"

13.08.2015 17:04

Schwere Gefechte: Gewalt in Ostukraine eskaliert

In der Ostukraine ist es nach Angaben der Regierung in Kiew zum heftigsten Beschuss durch prorussische Rebellen seit dem Minsker Waffenstillstandsabkommen vom Februar gekommen. "Es gab 153 Schüsse auf unsere Positionen, wie zu den heftigsten Kampfzeiten", erklärte der Chef des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Alexander Turtschinow, am Donnerstag. Auch vor der wichtigen Hafenstadt Mariupol kam es zu Gefechten zwischen ukrainischen Soldaten und Separatisten.

Nach Angaben von Turtschinow gab es die heftigsten Bombardements in der Nähe der Flughafen-Ruinen von Donezk. Der Minister warf den Rebellen vor, einen Sturmangriff vorzubereiten. Nach seinen Angaben wurden in den vergangenen 24 Stunden zwei ukrainische Soldaten getötet und zehn weitere verletzt.

Ein ukrainischer Militärsprecher verwies zudem auf Kämpfe in der Nähe eines Ortes rund 50 Kilometer nordöstlich von Donezk. Die Beobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa gab bekannt, dass sie in den vergangenen Tagen von beiden Seiten den Einsatz schwerer Waffen beobachtet habe. Auch die OSZE sprach von einer Zunahme der Gewalt.

Heftige Kämpfe vor Mariupol
Seit Beginn dieser Woche werden bereits aus dem Bereich der Hafenstadt Mariupol erbitterte Kämpfe gemeldet. Es ist die letzte größere Stadt, die von der ukrainischen Armee im Osten des Landes gehalten wird. In dem Konflikt kamen seit April 2014 mehr als 6800 Menschen ums Leben.

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