Di, 21. November 2017

550.000 € für „5er“

09.08.2015 18:06

Wirbel um Vergabe: „Alle anderen müssen sparen“

550.000 Euro für die kleine Gloria-Bühne und ihren Chef Gerald Pichowetz - dass jeder Besuch des Theaters mit mehr als 14 Euro Steuergeld subventioniert wird, ärgert ziemlich viele Wiener. Auch zahlreiche andere im Kunstbericht aufgelistete Förderungen sorgen für emotionale Reaktionen der "Krone"-Leser und der Oppositionspolitiker.

"Mehr als fünf Millionen Euro Kulturförderung für eine derart kleine Bühne wie das Gloria-Theater in nur knapp zehn Jahren? Das ist doch viel zu viel", meldete sich ÖVP-Stadtparteiobmann Manfred Juraczka gleich nach Erscheinen der "Krone"-Story über den Kunstbericht der Magistratsabteilung 7.

Juraczka (ÖVP) und Gudenus (FPÖ) fordern Reform
Juraczka schlägt vor: "Da muss die Kulturabteilung endlich einen klaren Plan und wesentlich konkretere Richtlinien haben. Dieses Förderwesen mit der Gießkanne muss in Wien ein Ende haben. Wenn in Zeiten der anhaltenden Wirtschaftskrise alle sparen müssen, dann darf sich der Steuerzahler auch hier einen sparsamen Umgang mit seinem Geld erwarten."

Wie auch viele Leserbriefschreiber kritisiert Wiens FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus die Subventionspolitik: "Da stellt sich doch die Frage, warum auch im Jahr 2014 ausgerechnet zwei der Stadtregierung so nahe stehende Künstler wie Gerald Pichowetz und Adi Hirschal derart hohe Kunstförderungen erhalten haben?"

"Schlag ins Gesicht der in Armut lebenden Wiener"
Für Gudenus sind die 550.000-Euro-Subvention für Pichowetz' Theater und die 150.000-Euro-Förderung für Hirschals Lustspielhaus "ein Schlag ins Gesicht jedes Einzelnen der 400.000 in Armut lebenden Wiener". Und er kritisiert, dass auch der ORF von dieser Kunstförderung profitiere: "Zwangsgebühren einheben und auch noch alle Wiener an der Produktion von Kochsendungen mitzahlen zu lassen - das ist besonders dreist."

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