Do, 19. Oktober 2017

Zeugin gefunden

30.07.2015 11:07

Kärntner Familiendrama: Weiter viele Fragen offen

Auch am Tag nach der grausigen Entdeckung eines erstochenen Ehepaares in Klagenfurt sind noch zahlreiche Fragen rund um die blutige Tat offen. Polizisten hatten am Mittwoch die beiden Leichen gefunden, als sie dem Paar die Nachricht vom Unfalltod des 19-jährigen Sohnes auf der A2 bei Velden überbringen wollten. Nun hat sich allerdings eine Nachbarin der Eheleute bei der Polizei gemeldet, die möglicherweise Ohrenzeugin der Tat wurde.

Der Fall gibt der Polizei weiterhin Rätsel auf, doch bei den Ermittlungen kamen die Beamten immerhin schon einen Schritt weiter - dank der Aussage einer Anrainerin. Diese "hat gegen drei oder vier Uhr in der Früh einen Streit, einen lauten Wirbel gehört", sagte Polizeisprecher Rainer Dionisio am Donnerstag.

Am Tatort war die Spurenauswertung weiter in vollem Gange. Mittlerweile gilt es als gesichert, dass die 40 Jahre alte Krankenschwester und ihr 50-jähriger Ehemann - ein Fernfahrer im Ruhestand -, im Wohnzimmer ihrer Wohnung umgebracht wurden. Eine Obduktion der Leichen - jener des Ehepaares wie auch des 19-jährigen Sohns - war für den Donnerstagnachmittag geplant.

"Schwer feststellbar, ob Unfall oder Suizid"
Der junge Mann war Mittwochfrüh mit extrem überhöhter Geschwindigkeit auf einen Lastwagen aufgefahren, für ihn kam jede Hilfe zu spät. Doch auch hier gestalten sich die Erhebungen schwierig. "Es gibt keinen unmittelbaren Unfallzeugen", so Dionisio. Daher sei "sehr schwer feststellbar, ob es ein Unfall oder ein Suizid war".

Der junge Mann hatte auf der Fahrt in Richtung Villach auf der A2 einige Lenker überholt. "Er war flott unterwegs, ist aber nicht gerast." Weil es geregnet hat, kann die Polizei auch nicht aus dem Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein von Lenk- bzw. Bremsspuren Schlüsse ziehen. Solche Spuren gibt es bei dieser Witterung nie.

Im Laufe des Tages werde die Polizei auch versuchen, den zweiten Sohn des Ehepaars zu befragen, so Dionisio. Der 21-Jährige war bisher nicht vernehmungsfähig. Hinweise zum Tathergang erwarten sich die Ermittler von ihm aber nicht, da er zu diesem Zeitpunkt nicht in Klagenfurt war.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).