Di, 12. Dezember 2017

Nach Protesten

29.07.2015 13:28

HBC-Blaukalk wird nicht am Erzberg gelagert

Es ist ein Sieg der Vernunft: Auf dem steirischen Erzberg wird doch kein Blaukalk bzw. Kalkschlamm gelagert! Nach dem massiven Aufschrei von Öffentlichkeit und Politik machen die Betreiber der Deponie am Paulisturz einen Rückzieher und verweigern die Annahme von insgesamt 490 Tonnen des Kärntner Umweltgifts.

Der Kärntner Giftskandal hatte österreichweit für Schlagzeilen gesorgt. Das Umweltgift Hexachlorbenzol (HCB), das in Milch und Viehfutter im Kärntner Görtschitztal gefunden worden war, stammte aus einem Zementwerk, das Blaukalk verbrannte. Wie die "Krone" berichtete, sollten 490 Tonnen dieses Blaukalks aus Kärnten in die Steiermark transportiert und dort auch gelagert werden. Als Deponie hatte man den Paulisturz auf dem "steirischen Brotlaib", dem Erzberg, auserkoren und vorerst auch grünes Licht dafür erhalten.

Massiver Widerstand
Doch kaum war dieser Plan an die Öffentlichkeit gelangt, hatte sich massiver Widerstand formiert. Nicht nur die Eisenerzer Bürgermeisterin Christine Holzweber stieg auf die Barrikaden, auch die steirische Landespolitik legte sich quer. Vom zuständigen SP-Umweltlandesrat Jörg Leichtfried kam ein klares Nein: "Rechtlich hat das Land zwar keine Handhabe, ich appellierte allerdings an die Betreiber, von der Deponierung Abstand zu nehmen."

Ein Appell, der letztlich Wirkung zeigte: Gestern Mittag trat Hans-Jörg Zulehner, einer der beiden Geschäftsführer, auf die Notbremse: Aufgrund des so emotional behafteten Themas könne man darüber nicht mehr sachlich diskutieren, wegen ein paar tausend Euro lasse man sich "nicht ans Kreuz nageln".

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