Fr, 24. November 2017

Fünf-Punkte-Plan

28.07.2015 16:42

Mikl-Leitners Offensive gegen die Schleppermafia

2.000 bis 8.000 Euro nehmen Schlepper jedem Flüchtling für den Transport in die EU ab. Mit einem bisher geheimen Fünf-Punkte-Plan startet Innenministerin Johanna Mikl-Leitner nun eine Offensive gegen diese Mafia. Dabei werden die Kripo-Arbeit und die Grenzkontrollen zu Ungarn verstärkt. Justizminister Wolfgang Brandstetter unterstützt die Aktion mit speziell ausgebildeten Staatsanwälten.

15,7 Milliarden Euro sollen die internationalen Mafiabanden mit dem Flüchtlingsgeschäft seit dem Jahr 2000 bereits verdient haben, 29.000 Menschen kamen auf den Flüchtlingsrouten ums Leben - diese Zahl errechneten erst kürzlich 20 Statistiker für "The Migrant Files".

"Diese Schlepper sind Kriminelle, sie sind nicht am Schicksal der Flüchtlinge interessiert. Es braucht weitere Verschärfungen, wir müssen die Grenzsicherung verstärken", bestätigte Innenministerin Mikl-Leitner, dass nun in Kürze dieser Fünf-Punkte-Plan gegen die Schlepper in Kraft tritt:

  1. Lückenlose Kontrolle der Züge aus Ungarn (auf ungarischem Boden). Eine Weiterfahrt illegal aufhältiger Personen wird verhindert.
  2. Verstärkte Polizeikontrollen in allen Bezirken an der österreichisch-ungarischen Grenze.
  3. Die Ermittlerteams des Bundeskriminalamts im Bereich Menschenhandel und Schlepperei werden aufgestockt - zu vier Teams mit je acht Kriminalisten.
  4. Die Strafbestimmungen für verhaftete Schlepper werden deutlich verschärft.
  5. Das Justizministerium hilft der Exekutive bei dieser Großoffensive mit speziell ausgebildeten, erfahrenen Staatsanwälten.

Auch die Dänen greifen jetzt durch
Verschärfte Maßnahmen gegen die Schlepperbanden kündigt auch die dänische Regierung an. Migrationsministerin Inger Stojberg untermauert die Notwendigkeit mit einem aktuellen Facebook-Eintrag:

Die Schlepper würden bereits "richtige Buchungslisten" im Internet anbieten - inklusive einem Vergleich aller Sozial- und Geldleistungen der EU-Länder für Flüchtlinge. Das Papier sei ihr von der Grenzsicherungsbehörde Frontex zugespielt worden.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden