Di, 12. Dezember 2017

Von Strudel erfasst

04.07.2015 10:24

Drama in Donau: Mädchen gerettet, dann ertrunken

Tragisch hat am späten Freitagnachmittag ein Badetag in Stockerau in Niederösterreich geendet: Nachdem ein ehrenamtlicher Sanitäter in seiner Freizeit im Aubad zwei Mädchen im Alter von sechs und zwölf Jahren gerettet hatte, ist der Mann selbst ums Leben gekommen. Die Kinder waren von der Strömung mitgerissen und unter Wasser gezogen worden. Der 23-Jährige zog sie heraus und wurde danach selbst vom Strudel erfasst.

Der Mann habe die Mädchen noch retten können, sei dann aber vom Wasser mitgerissen worden, hieß es seitens Polizei und Feuerwehr. Der junge Sanitäter verschwand in den Fluten. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Feuerwehr - einige Helfer waren gerade privat in der Au - machte sich auf die Suche nach dem 23-Jährigen. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz, um das Areal aus der Luft abzusuchen.

Erst einige Zeit später sei der Vermisste dann in einem Seitenarm der Donau unter Wasser entdeckt und an Land gezogen worden, hieß es. Wiederbelebungsversuche durch den Notarzt seien aber erfolglos gewesen, so die Feuerwehr Stockerau.

"Er hat sein Leben gegeben"
In einer Aussendung drückte das Rote Kreuz am Samstag seine Trauer über den Tod des ehrenamtlichen Sanitäters aus. Man verliere "einen jungen, talentierten und hoffnungsvollen Menschen, der mit besonderem Engagement das Rote Kreuz mitgestaltet hat", erklärte Präsident Willi Sauer. Der Verunglückte habe "das Wertvollste gegeben, was ein Mensch im Dienst der Nächstenliebe geben kann. Er hat sein Leben gegeben, damit zwei Kinder weiterleben dürfen."

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