Mo, 23. April 2018

Lynch-Justiz

17.04.2006 18:26

Kanadier erschießt zwei Vergewaltiger

Im US-Bundesstaat Maine hat ein Mann zwei Sexualverbrecher erschossen. Kurz vor seiner drohenden Festnahme tötete sich der mutmaßliche Täter selbst. Die Behörden vermuten, dass der 20-jährige Kanadier Stephen Marshall (Foto) seine Opfer in der Triebtäter-Datenbank des Bundesstaates gefunden hatte.

Das Verzeichnis enthält Angaben über verurteilte und nach Verbüßung ihrer Strafe entlassene Sexualtäter mit deren Anschriften und Arbeitgebern. Als „Vorsichtsmaßnahme“ nahmen die Behörden die Datei inzwischen vom Netz.

Auto des Verdächtigen war an beiden Tatorten
Joseph L. Gray (57) und William Elliott (24) waren am Wochenende erschossen in ihren Häusern in Milo und Corinth aufgefunden worden. Kurz nach den Taten hat der verdächtigte Stephen Marshall Selbstmord begangen. Das Fahrzeug des Kanadiers war zuvor an einem der beiden Tatorte gesehen worden.

Lynchjustiz kommt öfter vor
Die Morde in Maine wären nicht die ersten Fälle von Lynchjustiz an Triebtätern in den USA. Im September 2005 waren im Bundesstaat Washington zwei Pädophile getötet worden, deren Namen der Täter in einem öffentlichen Register gefunden hatte.

Sexualstraftäter werden in vielen Staaten ausgestellt
Viele US-Bundesstaaten veröffentlichen Informationen über verurteilte Sexualtäter im Internet - oft auch mit Bildern. Das US-Justizministerium bietet auf seiner Webseite Links zu den Internetdatenbanken der US-Staaten an.

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