Di, 21. November 2017

Drohbrief entdeckt

06.05.2015 13:57

„Bombe“ entpuppte sich als Rauchkörper

Großalarm für die Klagenfurter Polizei am Dienstagabend: Im Stadtteil Fischl hatte ein Anrainer bei einer Müllinsel einen verdächtigen Gegenstand entdeckt und die Polizei verständigt. Da der Sprengstoffhund angeschlagen hatte, wurde das Entschärfungskommando aus Wien angefordert. Kurze Zeit später konnte allerdings Entwarnung gegeben werden. Am Fundort entdeckten die Ermittler zudem einen Drohbrief, der mit aus Prospekten ausgeschnittenen Wörtern gebastelt worden war.

Neben einer Mülltonne hatte ein Anrainer am Dienstag den verdächtig wirkenden Sack mit einem Plastikrohr entdeckt. Die Polizei sperrte das Areal großräumig ab und forderte die eigens ausgebildeten Sprengstoffexperten an. Diese konnten den Gegenstand allerdings nicht einwandfrei einordnen. Weil der Sprengstoffhund einen Fund anzeigte, entschieden sich die Beamten, kein Risiko einzugehen.

Das Entschärfungskommando aus Wien wurde mit dem Hubschrauber eingeflogen, die Spezialisten untersuchten den Gegenstand mit einem Sprengstoffroboter. Dabei stellte sich heraus, dass sich in dem Rohr vier Rauchkörper befanden. Ob sie gebrauchsfähig waren, stand vorerst nicht fest. Wenn diese Rauchkörper gezündet werden, gibt es laut Polizei eine Stichflamme, zudem ist der Rauch giftig. Bombe oder Sprengfalle war es aber keine. Hinweise auf eine Person, die den Sack mit dem Rohr dort deponiert hatte, gibt es bislang noch nicht.

Drohbrief entdeckt
Allerdings wurde vor Ort auch ein Drohbrief gefunden, so die Polizei am Mittwoch. Darin heißt es unter anderem: "Du hast dein Spiel lang genug getrieben. Und wir haben dir lang genug tatenlos zugesehen." Weiter heißt es: "Doch nimmt dein Spiel ein Ende, sonst wirst du es bitter bereuen." Und dies sei "der Anfang".

Wer Adressat sein könnte, ist laut Polizei vorerst nicht geklärt. Die Drohung wird durchaus ernst genommen, obgleich nicht ausgeschlossen ist, dass es sich lediglich um einen geschmacklosen Scherz gehandelt hat.

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