Mi, 23. Mai 2018

Steuerschuld

25.04.2015 15:00

Exekutor kam wegen einem Cent

Während in der ehemaligen Pleitebank Hypo Kärnten eine Milliarde nach der anderen auf Nimmerwiedersehen verschwindet, werden anderswo die Groscherln gezählt. Oder vielmehr die Cent: So schickte das Finanzamt einem 55-jährigen Steirer den Exekutor vorbei, weil er einen Cent (!) Steuerschulden hatte.

Erst vor wenigen Tagen haben wir darüber berichtet, wie unerbittlich das Finanzamt auch Steuerschulden knapp im Wahrnehmungsbereich eintreibt. Nun gibt’s den nächsten kuriosen Fall, der zwar schon einige Zeit zurückliegt, aber nichts an seiner Aktualität eingebüßt hat. Manfred K. aus Graz-Umgebung ist Haarsträubendes passiert: Er war bei einer Security-Firma beschäftigt, und bei seiner geringfügigen Anmeldung fand das Finanzamt Graz-Umgebung offensichtlich ein Haar in der Suppe: „Es hat Lohnsteuern nachgefordert, die ich dann auch beglichen habe – offensichtlich bis auf einen Cent.“

Auf den beharrte die Behörde allerdings: „Eines Tages läutete es an der Tür. Davor stand der Exekutor!“, erzählt der 55-Jährige. Der gestrenge „Steuereintreiber“ forderte den schuldiggebliebenen Cent: „Ich konnte das zuerst gar nicht glauben und habe nur gemeint, dass da die Fahrtkosten zu mir ja weitaus höher sind.“

Nichtsdestotrotz verlangte der Beamte die Kupfermünze: „Ich wollte ihm zehn Cent gegeben – die restlichen neun als Trinkgeld“, schmunzelt der Steirer im „Krone“-Gespräch. Obwohl für ihn die Sache eigentlich eher zum Weinen ist: „Bei den kleinen Leuten sind sie schnell da, aber wenn’s um wirklich große Summen geht, wird weggeschaut.“ Siehe Hypo-Skandal…

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