So, 19. November 2017

Große Pensionsserie

22.04.2015 16:32

Teil 5: Alles über das Pensionskonto

Die Idee für ein "Pensionskonto", auf dem jeder seine Ansprüche einsehen und mitverfolgen kann, entstand mit der Reform 2005. Man sammelt "Gutschriften" für die Pension, die pro Jahr 1,78 Prozent der Beitragsgrundlage (vom Bruttogehalt bzw. der Höchstbeitragsgrundlage) betragen. Vergangene Zeiten werden jeweils aufgewertet, und am Ende ergibt sich eine Gesamtgutschrift. Diese wird durch 14 geteilt, und man hat seine monatliche Bruttopension.

So einfach, wie es klingt, ist es natürlich nicht. Denn alle Ansprüche, die vor 2005 erworben wurden, mussten mitberücksichtigt werden. Jahrelang gab es dazu eine komplizierte "Parallelrechnung", die außer ein paar Experten niemand verstand. Dann wurde beschlossen, die Altansprüche per Ende 2013 abzurechnen und dem Pensionskonto gutzuschreiben. Gegenüber früher hat es den Nachteil, dass nun alle - und nicht nur die besten Beitragsjahre - in die Pensionsberechnung einfließen.

Fünf Millionen Briefe verschickt
Inzwischen hat die Pensionsversicherungsanstalt an fast fünf Millionen Versicherte (Arbeiter und Angestellte) persönliche Briefe verschickt, die folgende Information enthalten: eine Auflistung aller bekannten Versicherungszeiten (alle Dienstverhältnisse, Ferialjobs, Präsenzdienst, Kindererziehungszeiten usw.), anhand derer man kontrollieren kann, ob nichts übersehen wurde (Beispiel siehe Grafik).

Dazu erhalten alle, die vor 2005 schon berufstätig waren, eine Erstgutschrift, die besagt, wie hoch ihre Pension wäre, wenn sie sofort zu arbeiten aufhören würden. Wer erst nach 2005 zu arbeiten begann, erhält nur einen Kontoauszug, aber keine Erstgutschrift. "Das schafft Transparenz und schärft das Bewusstsein", erklärt PVA-Chef Winfried Pinggera.

Kontostand jedes Jahr abrufbar
Man kann nun auf einer Website jedes Jahr seinen Kontostand abrufen. Pinggera: "Die Daten vom Vorjahr werden immer im März/April aktualisiert." Zusätzlich kann man sich online ausrechnen, wie hoch die Pension einmal sein wird, sollte man bis zum Ruhestand gleichviel verdienen und durchgehend beschäftigt sein.

Um seine persönlichen Daten im Internet einsehen zu können, benötigt man eine "Handysignatur". Per SMS wird ein Pincode geschickt, den man beim Einloggen braucht. Das einmalige Registrieren ist mit Ausweis und Handy bei mehreren Stellen möglich, die auf der Website aufgelistet sind. Auch auf Facebook gibt es eine Seite zum Thema Pensionskonto.

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