Mo, 18. Dezember 2017

Fund bei Dreh

16.04.2015 18:06

Vermisster Tiroler tot in Schrebergarten entdeckt

Im Fall jenes 59-jährigen Innsbruckers, der seit Ende März als vermisst gilt, ist am Donnerstag offenbar die Leiche des Abgängigen gefunden worden. Ein Kameramann stieß im Zuge von Dreharbeiten im Schrebergarten des Mannes auf die sterblichen Überreste. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. "Es gibt Hinweise auf Fremdeinwirkung", sagte Chefermittler Walter Pupp. Nach einem tatverdächtigen 43-Jährigen wird europaweit gefahndet.

Die Identität des Toten müsse erst durch eine Obduktion restlos geklärt werden. "Wir haben aber keinen Grund anzunehmen, dass es sich bei dem Toten nicht um den Vermissten handelt", so Pupp. Die Ermittler und die Spurensicherung nahmen ihre Arbeit im Schrebergarten des 59-Jährigen sofort auf. Zeugenaussagen zufolge habe der Innsbrucker vor seinem Verschwinden dort eine Feier veranstaltet. Dabei sei er zum letzten Mal gesehen worden.

Garten vor Leichenfund mit Spürhunden abgesucht
Der Garten soll nach dem Verschwinden des Mannes und vor dem Auffinden der Leiche zweimal mit Spürhunden abgesucht worden sein. Es sei unerklärlich, dass die Leiche dabei nicht gefunden wurde, sagte Pupp. Eine Erklärung dafür müssten jetzt die laufenden Ermittlungen liefern.

Wie der ORF berichtete, hatte Kameramann Andreas Felder zusammen mit dem Sohn des Vermissten am Donnerstagvormittag den Schrebergarten aufgesucht und dort Aufnahmen für "ATV Aktuell" gemacht. "Ich war gerade beim Filmen, da hab' ich eine Decke am Boden gesehen. Dann hab' ich dort so eine Kopfform gesehen und Haut und Blut. Wir haben sofort die Kriminalpolizei angerufen. Ich war total schockiert", so Felder in dem Bericht. Laut Pupp gestaltete sich die Bergung des Toten schwierig: "Das Gelände ist relativ steil und unwegsam." Außerdem müsse behutsam vorgegangen werden, um etwaige Spuren zu sichern. Der Tote war unter kompostiertem Erdreich und Blättern vergraben worden.

43-jähriger Deutscher im Visier der Ermittler
Tags zuvor war bekannt geworden, dass die Ermittler per Haftbefehl nach einem 43-jährigen gebürtigen Deutschen mit italienischer Staatsbürgerschaft suchen. Der Mann war ins Visier der Ermittler geraten, da er Zeugenaussagen zufolge bei der Feier im Schrebergarten anwesend war. Er soll den 59-Jährigen als Letzter lebend gesehen haben.

Der Deutsche soll zuletzt in Südtirol gelebt und gearbeitet haben. Er blieb trotz zweier Zeugenaufrufe bisher verschollen. Der auffallend große Mann mit markanten Tätowierungen an den Armen soll zuletzt mit einem am 9. Februar in Bozen gestohlenen Opel Corsa mit dem italienischen Kennzeichen "CM 805 TY" unterwegs gewesen sein. Gegen den tatverdächtigen 43-Jährigen wurde noch am Donnerstagabend ein EU-Haftbefehl erlassen.

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