Mi, 23. Mai 2018

450 Millionen Euro

09.04.2015 12:00

Griechenland zahlte IWF-Kredit fristgemäß zurück

Die griechische Regierung hat ihr Wort gehalten und am Donnerstag wie angekündigt einen fälligen Kredit in der Höhe von 450 Millionen Euro pünktlich an den Internationalen Währungsfonds zurückgezahlt. Die Deutsche Presse-Agentur berichtete unter Berufung auf das Finanzministerium in Athen: "Keine Sorge, das Geld ist da!" Wäre diese Überweisung nicht erfolgt, wäre das Euro-Krisenland als bankrott eingestuft worden.

Offen ist, wie lange das Geld in Athen noch reicht. Ohne rasche Hilfen droht schon bald die Staatspleite. Die Geldgeber von Europäischer Zentralbank, EU-Kommission und IWF verlangen eine umfassende Reformliste. Erst wenn es mit Griechenland eine Einigung auf eine solche Liste gibt, können blockierte und von Athen dringend benötigte Hilfen von 7,2 Milliarden Euro fließen.

Staatsminister Alekos Flambouraris erklärte am Donnerstag im griechischen Fernsehen, seine Regierung wolle die Verhandlungen mit Experten der Geldgeber bis zum 24. April abschließen. "Bei der Sitzung der Euro-Gruppe am 24. April wird es zu 100 Prozent eine Einigung geben", sagte der enge Mitarbeiter des griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras. An dem Tag kommen die Euro-Finanzminister zu einem schon länger geplanten Treffen im lettischen Riga zusammen.

Konkrete Reformliste soll bis 24. April stehen
Die konservative Athener Zeitung "Kathimerini" berichtete am Donnerstag von einem Ultimatum der Geldgeber an Athen, die konkrete Reformliste müsse vor dem 24. April fertig sein. Der griechische Vertreter in der Arbeitsgruppe der Euro-Gruppe, Nikos Theocharakis, habe seinen Kollegen am Mittwoch gesagt, Athen habe noch Geld bis zum 24. April. Diese hätten ihm geantwortet, das Land solle endlich Reformvorhaben konkretisieren. Nur dann würden sie den Euro-Finanzministern empfehlen, die Auszahlung weiterer Hilfen an Athen zu genehmigen. Andere Regierungsvertreter erklärten dagegen am Donnerstag in Athen, Griechenland habe genug Geld bis Mai.

Die Finanzstaatssekretäre der Euro-Gruppe berieten am Donnerstag in Brüssel über die griechischen Reformpläne. Zu den Reformen gehören der verstärkte Kampf gegen die Steuerflucht in Griechenland sowie Privatisierungen von Häfen und Flughäfen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Sie ist eine Fremde“
Hopkins spricht seit 20 Jahren nicht mit Tochter
Stars & Society
Abschied ist fix
Australier James Jeggo verlässt Sturm Graz!
Fußball National
„Sommermärchen“-Ende
Ex-DFB-Chef Zwanziger in WM-Affäre angeklagt
Fußball International
Tipp der Woche
Die richtige Speicherkarte für jedes Gerät
Digitale Trends
Digitale Trends
Gemeinsam statt einsam: Die besten Koop-Games
Digitale Trends
Asylbehörden-Anzeige
Pilz nur einen Tag ohne Strafverfahren
Österreich

Für den Newsletter anmelden