Do, 14. Dezember 2017

Vor Liechtenstein

25.03.2015 15:43

Marko Arnautovic warnt: "Wird ein heftiges Match!"

Zwei Tage vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein hat Marko Arnautovic eindringlich vor der Auswahl aus dem Fürstentum gewarnt. Die Partie in Vaduz werde für das ÖFB-Team alles andere als ein Spaziergang, betonte der Stoke-Legionär am Mittwoch in Wien. "Das wird ein heftiges Match. Wenn nur ein Spieler denkt, das wird einfach, ist das die falsche Entscheidung", sagte Arnautovic.

Der Offensivspieler und seine ÖFB-Kollegen wurden von Nationaltrainer Marcel Koller bereits per Videostudium auf den vermeintlichen Fußballzwerg eingestimmt. "Die Liechtensteiner stehen tief, bleiben auch bei einem Rückstand hinten drin. Für sie wäre ein Unentschieden oder ein Sieg eine Sensation."

Man dürfe die Nummer 123 der FIFA-Weltrangliste (Österreich ist 23.) keinesfalls unterschätzen, forderte Arnautovic. "Wir müssen den Gegner genauso ernst nehmen wie zum Beispiel Russland. Wenn man immer gegen eine Wand anläuft, ist das schwieriger als gegen eine Mannschaft zu spielen, die mitspielen will."

"Es wird zu viel gesagt"
Zurückhaltend zeigte sich der Wiener auch im Zusammenhang mit Österreichs Chancen auf eine Teilnahme an der EURO 2016 in Frankreich. "Es wäre schon zu viel gesagt, wenn wir sagen würden, es schaut gut aus", erklärte Arnautovic. "Wir haben noch nichts erreicht und spielen gegen die Top-Mannschaften noch auswärts. Zufrieden können wir erst sein, wenn wir nach Frankreich fliegen."

Trotz aller Zurückhaltung weiß auch Arnautovic, dass die Aussicht auf einen Frankreich-Trip äußerst rosig ist - immerhin führt Österreich nach vier Runden die Tabelle der Quali-Gruppe G mit vier Punkten Vorsprung auf Schweden an. "Wir müssen weiter die Konzentration behalten, dann bin ich überzeugt, dass wir es schaffen können", sagte der 25-Jährige.

Seit 2012 kein Treffer mehr
Im Nationalteam wartet Arnautovic schon seit seinem Doppelpack gegen die Ukraine im Juni 2012 auf einen Treffer. Als beunruhigend empfindet der England-Legionär diese Flaute allerdings nicht. "Natürlich wäre ich froh, wenn ich gegen Liechtenstein ein Tor mache, aber ich wäre auch über eine Vorlage froh. Das Wichtigste ist, der Mannschaft zu helfen."

Aufgrund seiner Position am Flügel sei es schwieriger, als Torschütze in Erscheinung zu treten. "Ich habe nicht die Nähe zum Tor wie die zentralen Spieler", sagte der 40-fache ÖFB-Internationale (7 Tore).

Normalerweise sind die Unparteiischen Marko Arnautovic ziemlich egal. Den Referee in Vaduz wird er aber vielleicht sogar als gutes Omen werten, dass seine lange torlose Zeit im Teamdress nach 1.030 Tagen zu Ende geht: Der Deutsche Felix Zwayer pfiff auch bei den letzten Arnautovic-Toren für Österreich gegen die Ukraine.

Nur ein Saisontor für Stoke
Auch auf Klub-Ebene lief es für Arnautovic zuletzt in punkto Tor-Ausbeute nicht nach Wunsch. In seinen 27 Pflichtspielen für Stoke City in dieser Saison gelang ihm gerade einmal ein Tor, und das vor zwei Monaten im FA-Cup gegen den Drittligisten Rochdale.

Diese Bilanz könnte laut Arnautovic dazu beigetragen haben, dass er in den vergangenen Wochen nur relativ selten in der Anfangsformation stand. "Vielleicht habe ich zu wenige Tore geschossen. Aber wenn ich das eine oder andere Mal treffe, klappt es wieder."

Zufrieden sei er mit seiner aktuellen Rolle bei Stoke nicht. "Doch ich bin auch nicht am Boden zerstört, weil ich nicht regelmäßig spiele", betonte Arnautovic.

"Ich gebe immer alles"
Mit der Trainingseinstellung habe sein oftmaliges Reservistendasein nichts zu tun, beteuerte der Ex-Profi von Werder Bremen. "Ich gebe im Training immer alles." Auch von Coach Mark Hughes gibt es keine Kritik, wie der ÖFB-Teamspieler berichtete. "Meine Frage an ihn war: 'Trainer, bin ich oasch?' Seine Antwort war nein", erzählte Arnautovic.

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