Do, 19. Oktober 2017

Debatte

19.03.2015 20:12

Karotten statt Knochen: Veganes Hundefutter

Fleischlose Ernährung boomt. Vegane Supermärkte und Restaurants schießen wie Schwammerl aus dem Boden. „Was dem Menschen guttut, ist auch für den Hund gut“, sagen manche vegane Hundebesitzer, wie Martina Hinterwallner. Sie hat im Wiener Tierschutzverein ein Buch mit veganen Hunderezepten vorgestellt.

„Seit ich meinen Hund vegan ernähre, hat er mehr Energie, und sein stumpfes Fell glänzt endlich wieder“, ist Hinterwallner überzeugt. Solange die Ernährung ausgewogen sei, brauche der Vierbeiner kein Fleisch und bekomme alle notwendigen Nährstoffe durch Gemüse, Quinoa & Co., meint die Autorin von „Healthy Vegan Dogs“. Ihre Ansicht stößt aber auch auf Widerspruch.

„Ich beobachte den Vegan-Trend besonders bei jungen Menschen“, sagt Madeleine Petrovic vom Tierschutzverein. Mit ihnen wächst auch die Anzahl der Haustiere, die vegan ernährt werden, da der Mensch seine Haltung gerne auf andere überträgt. „Vor allem unsere Mitarbeiterinnen sind strikt dagegen.“ Auch deshalb stelle man das provokante Thema zur Diskussion.

Die erste Studie zum Thema führte gerade die veterinärmedizinische Universität Wien durch. „Wir haben Blutparameter von 20 veganen Hunden untersucht, und es gab keine negativen Unterschiede zu Fleischfressern“, sagt die Professorin Christine Iben.

Trotzdem ist sie kritisch. „Es ist eine Glaubensfrage und keine wissenschaftliche. Vor allem bei Hunden im Wachstum kann ich fleischlose Ernährung nicht empfehlen.“ Die Nachfrage scheint aber da zu sein: Das Sortiment um Marken wie VeggieDog oder Benevo wächst, der Handel freut sich.

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