Mi, 18. Oktober 2017

Einbruch, Diebstahl

27.02.2015 15:44

Krimineller „Familien-Betrieb“ ertappt

Auf Einbruch und Diebstahl haben sich eine Frau und vier Männer spezialisiert – sie sind großteils miteinander verwandt, ein illegaler Familienbetrieb aus der Südoststeiermark sozusagen. Der jüngste Beteiligte ist erst 15 Jahre alt. Nach einem Einbruch ins Schulzentrum Wildon klickten vor kurzem die Handschellen. Der Schaden ist beträchtlich: 100.000 Euro!

29 Jahre alt ist der hauptverdächtige Vorbestrafte, der gemeinsam mit seiner Schwester (36, unbescholten), deren erst 15 Jahre alten Sohn, ihrem Lebensgefährten (44, ebenso vorbestraft), und einem 18-jährigen bereits Polizeibekannten immer wieder auf Beutezug ging. Ausgespart wurde da nichts – Einbrüche in Schulen, Kindergärten, Vereinshäuser, Laden- Treibstoff- und Kupferdiebstähle in der Steiermark, dem Burgenland und in Niederösterreich gehen auf das Konto des illegalen Familienbetriebs, der sehr professionell vorging und keine Spuren an den Tatorten hinterließ. Traurig ist vor allem, dass auch der 15-jährige Sohn mit in den kriminellen Sumpf gezogen worden ist: "Er war für Ablenkungsmanöver verantwortlich, stand Schmiere oder hat während der Einbrüche im Auto geschlafen", sagt Landeskriminalamt-Ermittler Rene Kornberger. Mit der Beute finanzierten sie ihren Lebensunterhalt – Arbeitslosigkeit kombiniert mit teuren Autos und Glücksspiel kosten eben.

Dem Treiben setzten aber Beamte der Polizei Feldbach und LKA-Leute ein Ende: Auf dem Park&Ride-Platz in Wildon stießen sie auf das Auto der Bande, der 44-Jährige, seine Lebensgefährtin und ihr Bruder waren gerade in das Schulzentrum eingebrochen. Kurz danach klickten die Handschellen, Diebesgut und Werkzeug wurden im Wagen sichergestellt. Insgesamt wurden ihnen 14 Delikte nachgewiesen, Schaden: ca. 100.000 Euro! Der 15-Jährige ist nun in Obhut der Kinder- und Jugendhilfe, seine Anstifter sitzen in U-Haft.

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