Di, 21. November 2017

Von Cobra gefasst

20.02.2015 09:47

Vier Drogendealer gerieten an Undercover-Fahnder

Ausgerechnet mit einem verdeckten Fahnder der Polizei hat eine vierköpfige Gruppe im Raum Salzburg versucht, den Handel mit Kokain aufzuziehen. Bei der geplanten Übergabe des ersten halben Kilos "Schnee" vor einem Monat in Bergheim wartete bereits die Einsatzgruppe Cobra, die gemeinsam mit Beamten des Landeskriminalamtes das Quartett festnahm.

Die Kriminalisten hatten im November erfahren, dass sich die Gruppe bemühe, ein Abnehmernetz in der Festspielstadt aufzubauen. Ein Ermittler nahm Kontakt mit zwei Deutschen im Alter von 43 und 32 Jahren auf, die laut Polizei die Haupttäter sein dürften. Das Duo stellte eine größere Menge Kokain in Aussicht, man vereinbarte für 17. Jänner die Übergabe eines halben Kilos.

Für den Fall einer "positiven Geschäftsabwicklung" versprachen sie größere Mengen des "weißen Goldes". Doch die Übergabe verlief nicht nach ihren Vorstellungen: Sowohl die beiden Männer als auch zwei Kuriere - ein 32-jähriger Deutscher und ein 22-jähriger Serbe - wurden festgenommen. Das sichergestellte Kokain - es waren 530 Gramm - war von guter Qualität und hätte um 120.000 bis 150.000 Euro auf der Straße verkauft werden können.

Illegale Sex-Dienste angeboten
Die beiden mutmaßlichen Köpfe waren aber laut Polizei noch in einem anderen "Geschäft" tätig: der illegalen Prostitution. Immer wieder sollen sie Mädchen unterschiedlichster Herkunft für mehrere Tage von Deutschland nach Salzburg gebracht und via Internet an Freier vermittelt haben. Die Sexarbeiterinnen, die über kein Gesundheitsbuch verfügten, übten ihre Dienste in Hotels, Pensionen oder eigens angemieteten Wohnungen aus. Den halben "Lohn" mussten die Mädchen an ihre Hintermänner abliefern.

Das Quartett zeigte sich laut Polizei nur zum Teil geständig. Der 43-Jährige nannte als Motiv finanzielle Probleme. Die Staatsanwaltschaft ordnete für alle vier die Untersuchungshaft an. Die Männer wurden in die Justizanstalt Salzburg eingeliefert.

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