Di, 21. November 2017

„Schwulen“-Eklat

11.02.2015 11:17

„FPÖ-Bashing im ORF wird immer unverschämter“

Die ORF-Erfolgsserie "Vorstadtweiber" sorgt nicht nur für Quotenerfolge, sondern auch für großen Ärger – zumindest bei der FPÖ. Denn dass der Parteichef in den Untertiteln der letzten Sendung als "schwul" bezeichnet wurde, lässt bei den Freiheitlichen Unmut aufkommen. "Was am Montag in der ORF-Serie 'Vorstadtweiber' über den Äther gegangen ist, kann nur als völliger Verlust aller Hemmungen der ORF-Führung gegenüber der FPÖ und ihrem Obmann Heinz-Christian Strache gewertet werden", zeigte sich der freiheitliche Generalsekretär Harald Vilimsky am Mittwoch in einer Aussendung empört.

"Den Chef der größten Oppositionspartei als 'schwul' zu bezeichnen, sprengt wohl deutlich die Grenzen des guten Geschmacks und kann nur als reine Gehässigkeit bezeichnet werden", so Vilimsky weiter, der eine Entschuldigung der ORF-Führung erwartet.

Politisch motivierter Hass, Beschimpfungen, Beleidigungen, Hetze und Diffamierungen gegen die FPÖ und Strache seien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk an der Tagesordnung, so Vilimsky. So erinnerte der Generalsekretär etwa an die sogenannte Affäre Moschitz, bei der ein Redakteur Nazi-Skinheads zu einer FPÖ-Veranstaltung gebracht habe, um in der Öffentlichkeit ein Bild zu zeichnen, das nicht der Realität entspreche. Eine Berichterstattung über ein für den Redakteur ungünstiges Gerichtsurteil sei der ORF dann freilich schuldig geblieben, meinte Vilimsky in der Aussendung.

Heikle Dialogszene nicht ganz verschwunden
Der ORF hatte in der jüngsten Folge der "Vorstadtweiber" eine heikle Dialogszene entfernt, in der Strache als "schwul" bezeichnet wurde. Zuschauer der Erfolgsserie, die auch am Montag wieder über 900.000 Österreicher verfolgten, bemerkten den Schnitt dennoch, weil der entsprechende Dialogteil in der Fassung mit Untertitel für Hörbehinderte zu lesen war.

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