So, 19. November 2017

Vassilakou-Vorstoß

21.12.2014 15:52

Neuer Plan zur Rettung von Architekturjuwelen

Historisches Gebäude außerhalb von Schutzzonen kaufen, verkommen lassen, abreißen, Nobel-Neubau hinstellen, abkassieren - so machen es viele Immobilien-Spekulanten schon seit Ewigkeiten. Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou hat einen neuen Plan zur Rettung der Architekturjuwele.

In Zukunft beißen sich die Spekulanten die Zähne aus. Bislang war das so: Innerhalb von Schutzzonen müssen Gebäude-Abbrisse von der Baupolizei bewilligt werden, aber außerhalb dieser Areale sind sie bewilligungsfrei. In vielen Fällen wird am Vormittag der Abriss angezeigt und am Nachmittag geht es schon los. Zeit zum Reagieren: genau keine.

"Überprüfung auch außerhalb der Schutzzone möglich machen"
Andererseits steht im Gesetz: "Baumaßnahmen an Bauwerken von geschichtlicher, kultureller oder künstlerischer Bedeutung sowie die Errichtung von Bauwerken und Baumaßnahmen in der Umgebung sind unzulässig, wenn deren Eigenart oder künstlerische Wirkung oder das Stadtbild beeinträchtigt würde."

"Künftig soll die MA19 die Möglichkeit bekommen, auch Gebäude außerhalb der Zone zu überprüfen", erklärt Maria Vassilakou. "Die Abteilung soll bis zu zwei Monate Zeit für eine Prüfung haben, um dann Abbrüche freizugeben oder abzulehnen." Benötigt wird eine Änderung der Bauordnung.

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