Mo, 23. Oktober 2017

Ohne Führerschein

09.12.2014 07:22

22 Kilometer lange Geisterfahrt mit 1,8 Promille

Unfassbar! Ohne Führerschein und auch noch mit 1,8 Promille Alkohol im Blut wollte in der Nacht auf Sonntag ein 32-jähriger Obersteirer mit dem Auto einer Bekannten nach Oberösterreich fahren. Doch damit nicht genug fuhr der Betrunkene auch noch falsch auf die Autobahn auf und war 22 Kilometer lang als Geisterfahrer unterwegs. Die Besitzerin des Autos saß daneben - auch sie war stark alkoholisiert!

22 Kilometer im Vollrausch als Geisterfahrer auf der Pyhrnautobahn - ein 32-jähriger Zeltweger kann eine Messe lesen lassen, dass er nicht zum Todeslenker wurde. Nach zwei Tagen Durchfeiern hatte sich der gebürtige Innviertler, der noch nie im Besitz eines Führerscheins war, auf den Weg zu Verwandten gemacht. Am Beifahrersitz saß die 24 Jahre alte - ebenfalls sturzbetrunkene - Autobesitzerin.

"Da ist uns ein Auto entgegengekommen"
Kurz vor Mitternacht gingen mehrere Notrufe bei der Polizei ein: "Da ist uns ein Auto auf der Pyhrn entgegengekommen!" Der Wahl-Steirer war bei der Ausfahrt Bosrucktunnel über die doppelte Sperrlinie gefahren und dann auf die falsche Richtungsfahrbahn geraten. Doch anstatt zu stoppen, fuhr er stur weiter - insgesamt 22 Kilometer weit bis St. Pankraz, wo er kurz vor der Tunnelkette Klaus wieder auf die richtige Seite der Autobahn wechselte.

Minuten später wurde der Audi A3 von alarmierten Polizisten gestoppt. Dass nichts passiert ist, war reines Glück - mehr als ein Dutzend Mal konnten entgegenkommende Lenker Frontalunfälle gerade noch verhindern, besonders brenzlig war es dabei beim Lainbergtunnel.

Insassen hatten jeweils rund zwei Promille im Blut
Warum sich der Zeltweger verfahren hatte, war bald klar: 1,84 Promille hatte der 32-Jährige intus, nachdem er sich den Rausch gemeinsam mit seiner Mitfahrerin (24) aus Weißkirchen - sie hatte mehr als zwei Promille Alkohol im Blut - angetrunken hatte. Weil diese wusste, dass sie einen betrunkenen Führerscheinlosen ans Steuer ließ, wird auch sie angezeigt.

Der 32-Jährige war damit auf diesem Abschnitt der A9 bereits der dritte Geisterfahrer im heurigen Jahr: Im Jänner waren kurz hintereinander zwei deutsche Lkw-Lenker falsch auf die Autobahn aufgefahren - einer fuhr nach einem Kilometer ab, der zweite nach 15 Kilometern. Auch hier hatte es glücklicherweise keine Unfälle gegeben.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).