So, 19. November 2017

Bußgeld für Spar

26.11.2014 15:50

Gericht bestätigt „Milchkartell“

Nach zwei Razzien in der Firmenzentrale und langen Prüfungen hat das Kartellgericht nun den Lebensmittelhändler Spar zu drei Millionen Euro Bußgeld verurteilt. Laut Gericht habe man mit Molkereien die Verkaufspreise abgesprochen und so den gesamten Markt beeinflusst. Spar überlegt eine Berufung.

Gerade den Milchbereich haben Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) und Kartellgericht schon länger im Visier. 2013 zahlte die Rewe-Gruppe (Billa, Merkur, Penny etc.) 20,8 Millionen Euro wegen Absprachen unter anderem bei Milch und Käse, und die Molkereien Berglandmilch sowie Kärntnermilch wurden mit zusammen rund 1,4 Millionen Euro Strafe belegt.

Spar ist aber das erste Unternehmen, das ein Verfahren gegen Vorwürfe der BWB bei Gericht ausficht. Vorstandschef Gerhard Drexel bestreitet jedenfalls Absprachen über Preise für Konsumenten vehement. Laut Spar-Anwalt habe man vom Gericht auch in Teilen Recht bekommen.

Verfahren noch nicht zu Ende
Außerdem wurde die BWB von der Richterin wegen ihres Vorgehens kritisiert. BWB-Chef Theodor Thanner: "Wir nehmen die Kritik sehr ernst." Das Verfahren geht in jedem Fall weiter, denn bei weiteren 16 Warengruppen hat die BWB ebenfalls Bußgeld gegen Spar beantragt.

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