Di, 17. Oktober 2017

Brand in Klagenfurt

23.11.2014 12:12

Recycling-Anlage stand stundenlang in Flammen

Im Osten von Klagenfurt hat in der Nacht auf Sonntag ein Großbrand in einer Recycling-Anlage rund 200 Feuerwehrleute in Atem gehalten. Wie Einsatzleiter Martin Zmug von der Berufsfeuerwehr Klagenfurt erklärte, wurde dabei das Übergreifen der in einer 200 Meter langen Halle wütenden Flammen auf ein Schadstofflager verhindert. Zwei Feuerwehrleute seien bei dem Einsatz verletzt worden. Der Schaden dürfte in die Millionen gehen.

Der Brand war um 22.55 Uhr auf dem Gelände der Kärntner Abfallbewirtschaftung im Industriegebiet Hörtendorf ausgebrochen. Die Feuerwehren brachten den Brand erst gegen 3 Uhr früh unter Kontrolle, sagte Zmug. Allerdings seien einige Brandherde den Einsatzkräften immer noch nicht zugänglich. In einem Teilbereich gebe es immer noch einen stärkeren Brand. Die unter anderem mit Kunststoffflaschen gefüllte Halle sei zu zwei Drittel abgebrannt.

Gefahr für die Umwelt durch giftige Dämpfe habe nicht bestanden, da es sich nicht um PVC-Flaschen handelte. In dem Lager hätten sich ausschließlich PET-Getränkeflaschen befunden. Der Einsatzleiter berichtete, dass ein Feuerwehrmann durch eine Scheibe verletzt worden sei und ein weiterer durch ein Stahlrohr.

Durch die starke Wärmeentwicklung drohte der Brand zeitweise auf ein Schadstofflager auf dem Deponiegelände überzugreifen, sagte der Einsatzleiter. Dies sei aber verhindert worden. Die Brandursache ist bisher völlig unklar, sagte Zmug. Die Nacharbeiten werden "zwei bis drei Tage" dauern, da nun die gesamte Halle ausgeräumt werden müsse.

Brandursache völlig unklar
Die Brandursache ist noch unklar. "Wir haben Spezialisten aus Wien angefordert, die der Ursache auf den Grund gehen sollen", erklärte Oberst Christian Martinz vom Landeskriminalamt. Wegen der andauernden Löscharbeiten könnten diese Experten jedoch erst frühestens Sonntagabend oder erst Montag früh ihre Arbeit aufnehmen.

Bereits vor zwei Jahren sei in der Anlage ein Feuer ausgebrochen. "Damals war die Ursache ein technisches Gebrechen, was jetzt der Grund des Brandes war, ist aber vorerst völlig unklar", so Martinz.

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