Sa, 18. November 2017

Fortpflanzungsgesetz

22.11.2014 17:00

Schönborn: „Familie wieder in den Mittelpunkt!“

Für Verstörung sorgt derzeit die Absicht der Regierung, ein neues Fortpflanzungsgesetz durchzusetzen. Damit könnte der Kinderwunsch für mehr oder weniger alle möglich werden. Kardinal Christoph Schönborn erwidert nun im "Krone"-Interview am Samstag: "Man muss vor allem die Familie und das Wohl der Kinder wieder in den Mittelpunkt stellen."

Für den Kardinal wäre es wichtig, dass sich die Politik vor allem darauf konzentriert, dass "junge Menschen es sich auch leisten können, eine Familie zu gründen". Ebenso wünscht sich Schönborn auch international eine deutlich verstärkte Auseinandersetzung mit der Frage "nach dem Wohl der Kinder". Konkret erwartet der Kardinal eine Prioritätensetzung, bei der "vom Gesetzgeber das Kindeswohl an erster Stelle liegen" müsse.

"Geht letztlich darum, was natürlich ist"
Den aktuellen Bestrebungen der Regierungsparteien, bei der Fortpflanzungsmedizin neue gesetzliche Möglichkeiten von der künstlichen Befruchtung bis hin zur Untersuchung von Embryonen vor ihrer Einpflanzung zu schaffen, steht der Kardinal sehr distanziert gegenüber. Schönborn möchte hier noch eine "gründliche Diskussion", denn "per Saldo geht es doch darum, was letztlich natürlich ist".

Schönborn weiß, dass "kein Kind bekommen zu können, sicher etwas vom Schmerzlichsten ist", wie er am Freitag in seiner "Heute"-Kolumne geschrieben hat. Allerdings verweist der Kardinal an dieser Stelle sehr deutlich darauf, dass "der verständliche Kinderwunsch Schritt für Schritt zu einem 'Recht auf ein Kind für jeden'" werden könne, aber dabei nicht mehr vom Recht des Kindes gesprochen werde.

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