Sa, 25. November 2017

Zucht in der Stmk

31.10.2014 08:46

Zu Besuch bei den Wasserbüffeln des Weinlands

Eine Weinbergewanderung im südsteirischen Glanz hält eine Überraschung parat: Sie führt an vier indischen Wasserbüffeln vorbei! Seit dem heurigen Mai bewirtschaften die Exoten die landwirtschaftlichen Flächen des Weinguts Mahorko. Hausherr Helmut Mahorko (31) hat mit den Tieren noch einiges vor.

Mahorko hat die seit 1995 stillgelegte Landwirtschaft wieder aktiviert: "Missstände im Umgang mit Tieren und bei der Fleischproduktion waren der Anstoß." Gesundes, exotisches Rindfleisch war gefragt – die Suchmaschine lotste Mahorko zum indischen Wasserbüffel. Die Tiere sind anpassungsfähig und sehr robust gegenüber Krankheiten und schwierigen Wetterbedingungen. "Temperaturen bis zu minus 20 Grad sind kein Problem", so Mahorko.

Büffel entwickeln Beziehung zu ihren Betreuern
Ihm ist besonders wichtig, dass die Tiere natürlich, langsam und in Herdenformation aufwachsen, ohne Stress und ohne Kraftfutter. Obwohl die Büffel als friedvoll gelten, sollten fremde Menschen und Hunde den eingezäunten Bereich nie betreten. Bei Bezugspersonen sind sie aber handzahm und sogar empfänglich für Streicheleinheiten.

Bald stellt sich der erste Nachwuchs ein
Bulle "Lothar Max" hat in kurzer Zeit ganze Arbeit geleistet: Die drei Kühe "Sarah", "Lola" und "Stefanie" sind trächtig! Im Mai oder Juni – die Tragzeit beträgt elf Monate – wird sich erster Nachwuchs einstellen. Dieser wird dann nach 14 bis 20 Monaten geschlachtet. Aus dem Fleisch werden in der Küche des Hotel-Restaurants Speisen zubereitet: als Gulasch, Carpaccio, Rouladen oder Steak. Die Spezialitäten findet man bereits jetzt auf der Karte, das Fleisch stammt aber natürlich noch von einem der wenigen anderen österreichischen Züchter. Es ist übrigens angedacht, in weitere Folge auch das Büffelleder zu verarbeiten.

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