Mo, 23. Oktober 2017

Tausende Diebstähle

16.10.2014 16:12

Banden zwingen Mädchen in Wien zum Stehlen

Banden holen Roma-Mädchen nur aus einem Grund nach Österreich: um sie zum Stehlen zu zwingen. So sollen derzeit allein in Wien an die 100 Diebinnen auf der Straße oder in Öffis unterwegs sein und Handtaschen in Serie ausräumen. Bringen die Kinder den Mafiabossen weniger als 300 Euro am Tag, setzt es Schläge.

Laut Ermittlungsbehörden weiß man über die Hintermänner der diebischen Mädchen, die zugleich Opfer und Täterinnen sind, so gut wie nichts. Nur so viel: Sie sollen überaus gewalttätig und unbarmherzig sein. Denn wenn nicht mindestens 300 Euro nach einem Handtaschen-Streifzug durch Wien abgeliefert werden, setzt es die schlimmsten Misshandlungen.

Offenbar wurden die Heranwachsenden aus bettelarmen Roma-Familien gerissen und in Schlepper-Bussen nach Österreich gebracht. Woher sie genau stammen, weiß niemand wirklich. Norbert Ceipek, Leiter der Wiener "Drehscheibe Augarten", zur "Krone": "Die Betroffenen behaupten grundsätzlich immer, dass sie aus Bosnien sind. Das wurde ihnen von ihren Widersachern eingebläut. Der Grund: Bosnien zeigt sich den österreichischen Fahndern gegenüber weniger kooperativ, als andere Balkanländer."

"Die Mädchen wirken völlig ungefährlich"
Und die Taktik der anonymen Bandenbosse scheint tatsächlich aufzugehen. Einigen der Mädchen konnte die Polizei schon 200 (!) Delikte binnen Wochen nachweisen. Damit nicht genug: Die Dunkelziffer könnte mehr als zehnmal so hoch sein. Dabei wenden die Jugendlichen stets den gleichen Trick an: Sie treten als Gruppe auf, scherzen, albern, necken sich gegenseitig - und ganz nebenbei machen sie sich an dem Hab und Gut von Fremden zu schaffen.

"Ihr Markenzeichen: Sie schauen harmlos aus. Klein, zierlich, unauffällig. Im Vergleich zu gleichaltrigen Burschen wirken sie auf Passanten völlig ungefährlich", so Ceipek weiter. Wie viele Kriminalexperten befürchtet auch er einen enormen Anstieg der Taschendiebstähle in der Weihnachtszeit. Denn in Anbetracht ihrer illegalen Mission könnten für die blutjungen Roma-Diebinnen - keine ist älter als 15 Jahre - die Christkindlmärkte ein regelrechtes Einkommensparadies werden.

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