Fr, 20. Oktober 2017

Wifo/IHS-Prognose

18.09.2014 11:06

Ö: Wirtschaft wächst heuer nur um 0,8 Prozent

Österreichs Wirtschaft wird heuer um weniger als ein Prozent wachsen. Die Konjunktur hat sich so stark eingetrübt, dass das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) und das Institut für Höhere Studien (IHS) nur noch von 0,8 Prozent realem BIP-Plus ausgehen. Die internationale Nachfrage - und damit der Außenhandel - ist schwach, und die schlechte Stimmung drückt die Investitionen. Das schadet auch dem Arbeitsmarkt.

Für 2015 erwarten die Institute eine Beschleunigung des BIP-Wachstums auf real 1,2 (Wifo) bzw. 1,6 Prozent (IHS), wie am Donnerstag erklärt wurde. Die Dynamik dürfte aber auch dann nur verhalten ausfallen. Ein Risiko für die Konjunktur liegt laut Wifo vor allem in einer möglichen Verschärfung der Russland-Krise - eine Belebung der Konjunktur könnte in Gang kommen, falls die neue EU-Kommission deutliche Stimulierungsmaßnahmen setzt.

Alte Vorhersagen für Makulatur erklärt
Mit ihrer neuen Prognose haben die Wirtschaftsforscher ihre nicht einmal drei Monate alten Vorhersagen von Ende Juni für Makulatur erklärt. Damals gingen sie für 2014 noch von einem Zuwachs von 1,4 bzw. 1,5 Prozent für das Bruttoinlandsprodukt aus, doch kippte die Stimmung seither unter dem Einfluss der internationalen Krisen stark. Dadurch kommt heuer das Wachstum der Ausrüstungs- und Anlageinvestitionen fast zum Erliegen. Zwischenzeitig hatten auch Bankvolkswirte und die Österreichische Nationalbank schon Revisionen nach unten vorgenommen.

Stark eingetrübte Konjunktur schlägt auf Arbeitsmarkt durch
Auf den Arbeitsmarkt schlägt die stark eingetrübte Konjunktur voll durch. Trotz eines weiteren - wenn auch schwächeren - Anstiegs der Zahl unselbstständig aktiv Beschäftigter dürfte in Österreich die Arbeitslosenrate heuer nach heimischer Rechnung auf über acht Prozent und nach Eurostat-Kriterien auf fünf Prozent klettern. 2015 könnte dann, zumindest aus Sicht des Wifo, nochmals eine weitere leichte Verschlechterung drohen.

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