Di, 17. Oktober 2017

Arztwitwe erstickte

19.05.2014 12:40

Raubmord in Sbg: Strafe für 21-Jährigen erhöht

Nach dem brutalen Raubmord an einer Arztwitwe im Dezember 2012 in der Salzburger Gemeinde Köstendorf ist für einen der beiden Hauptbeschuldigten - ein 21-jähriger Rumäne - am Montag von einem Berufungssenat des Oberlandesgerichtes Linz die Freiheitsstrafe von 18 Jahren auf 20 Jahre erhöht worden. Die lebenslange Strafe für den 31-jährigen rumänischen Komplizen wurde bestätigt.

Die beiden Angeklagten hatten gegen das Urteil eines Salzburger Geschworenengericht vom Dezember 2013 berufen, weil ihnen die Strafe zu hoch erschienen ist. Die Staatsanwaltschaft forderte für den 21-jährigen Beschuldigten allerdings ein höheres Strafmaß.

Das Duo hatte am 4. Dezember 2012 die 83-jährige Witwe überfallen. Die Männer schlugen, fesselten und knebelten ihr betagtes Opfer, die Pensionistin erstickte schließlich qualvoll. Die Täter entkamen damals mit Schmuck im Wert von rund 31.200 Euro.

Höchststrafe für "derartige grausame Tat"
Für eine "derartige grausame Tat" und einem so hohen Schuldgehalt, den die beiden Angeklagten auf sich geladen hätten, komme nur die Höchststrafe in Betracht, begründete am Montag der Vorsitzende des Berufungssenats des Oberlandesgerichtes Linz, Georg Wiesinger, den Urteilsspruch in zweiter Instanz. Der 21-jährige Rumäne gilt vor Gericht als junger Erwachsener, deshalb ist 20 Jahre Haft für ihn das höchste Strafmaß.

Der beiden Rumänen hatten darüber hinaus auch einen brutalen Raubüberfall am 6. September 2012 auf einen alleinstehenden Pensionisten in Straßwalchen verübt. Das 80-jährige Opfer erlitt dabei schwere Verletzungen. Das Duo wurde dafür ebenfalls im Dezember des Vorjahres verurteilt.

Der 21-Jährige hatte sich zu beiden Taten im Wesentlichen schuldig bekannt. Sein 31-jähriger Landsmann bestritt den Raubmord an der 83-jährigen Arztwitwe. Sie hatten die Überfälle auf die beiden Pensionisten mit Mittätern verübt, die schon rechtskräftig schuldig gesprochen worden sind.

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