Fr, 24. November 2017

„Habe durchgehalten“

15.05.2014 16:50

Mann steckte neun Stunden kopfüber in Schacht fest

Ein simpler Wasserrohrbruch ist einem 45-jährigen Häuslbauer in Niederösterreich fast zum Verhängnis geworden: Josef K. beugte sich am Mittwochmorgen kopfüber in einen engen Schacht, um die Leitungen freizulegen, und blieb mit dem Oberkörper in der etwa 50 Zentimeter breiten Öffnung stecken - erst nach neun Stunden wurde er gerettet.

"Ich wollte nur die Erde wegschaufeln, um das Wasserrohr reparieren zu können. Doch dann bekam ich Übergewicht und konnte plötzlich weder vor noch zurück", schildert Josef K. aus Münichreith. Prompt saß der Schichtarbeiter in seinem eigenen Abstellraum in der Falle - er steckte hilflos in einem 40 mal 50 Zentimeter großen Erdloch fest. Und das zu einem Zeitpunkt, als er am Mittwoch gegen 9 Uhr völlig alleine in seinem Haus war.

"Ich habe irgendwie durchgehalten, war immer wieder benommen und habe völlig das Zeitgefühl verloren", so der 45-Jährige weiter. Erst als nach fast neun Stunden seine Frau heimkam, konnte der Eingeklemmte aus seiner Notlage von seinen alarmierten Feuerwehrkollegen befreit werden.

"Ich war heilfroh, draußen zu sein"
Auch Nachbar Alois Pauxberger half bei der Rettung mit. "Der Einsatz war nach 20 Minuten vorbei", so Thomas Haselmayr von der Freiwilligen Feuerwehr Kollmitz. Josef K. wurde ganz sachte aus dem Loch gezogen und mit Rückenverletzungen ins Spital geflogen. Seine erste Reaktion: "Ich war heilfroh, draußen zu sein." Mittlerweile befindet sich der 45-Jährige bereits auf dem Weg der Besserung.

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