Mo, 20. November 2017

10.000 Euro fällig

09.05.2014 13:29

NÖ: FMA verhängt erneut Strafe gegen Schuh-Rebell

Der mittlerweile seit 2012 dauernde Kampf des Schuhherstellers Heini Staudinger gegen die Finanzmarktaufsicht (FMA) ist um eine Facette reicher: Die Behörde verhängte gegen den Waldviertler Schuh- und Möbelproduzent 10.000 Euro Strafe - Staudinger will aber nicht zahlen.

Staudinger hatte bis zum 31. März Zeit, sein umstrittenes Finanzierungsmodell gesetzeskonform umzustellen. Er ließ die Frist verstreichen, wofür er von der FMA eine Zwangsstrafe von 10.000 Euro erhielt. "Gegen diese Strafe werde ich Beschwerde einlegen", sagte Staudinger. Diese werde er am Freitag fristgerecht wegschicken. Die Frist habe er "nicht tierisch ernst genommen", weil er keine Gefahr im Verzug gesehen habe. "Wir haben kein Giftfassleck, wo jede Stunde zählt", so Staudinger.

Dazu FMA-Sprecher Klaus Grubelnik am Freitag: "Die FMA setzt die von den beiden Höchstgerichten bestätigten Entscheidungen ganz konsequent um." Es stehe Staudinger frei, eine Beschwerde gegen die verhängte Zwangsstrafe einzulegen. Der Schuh-Rebell ist im Behördenstreit um sein umstrittenes Crowdfunding-Modell bei den beiden Höchstgerichten abgeblitzt und bekam zuletzt auch vom Unabhängigen Verwaltungssenat einen Korb.

Staudinger: "Diese Sache ein für alle Mal beenden"
Bis Anfang August will der Chef der Firma GEA alle 185 Darlehensverträge, die er derzeit hat, in Nachrangdarlehen umgewandelt haben und somit "diese Sache ein für alle Mal beenden". Es werde "null Probleme" mit der Umstellung des Finanzierungsmodells auf nachrangige Darlehen geben, gibt sich Staudinger sicher. Man werde sich aber nicht wie "ein Exekutor in Zeitdruck", sondern wie unter Freunden benehmen. 151 von den 185 Gläubigern hätten bereits unterschrieben. Zwei, die ihr Geld umgehend zurück wollten, hätten dies bekommen. "Würden die restlichen Gläubiger nicht mehr unterschreiben, könnten wir das Geld noch heute Nachmittag zurückzahlen", so Staudinger.

Neues Crowdfundig-Projekt in Planung
Auch wenn der zweijährige Streit "zwischendurch wahnsinnig viel Arbeit" gemacht habe, sei er laut Staudinger "höchst sinnvoll" gewesen: "Es besteht nun nicht nur Rechtssicherheit für meine Firma, sondern auch für andere Klein- und Mittelbetriebe." Er bekomme viele E-Mails- und Anrufe von Firmen aus ganz Österreich, die mit Banken Schwierigkeiten haben.

Heini Staudinger möchte in nächster Zeit zu den bereits drei Millionen Euro eine weitere Million Euro durch Crowdfunding aufnehmen, um ein neu geplantes Besucherzentrum zu finanzieren. Es hätten sich viele Leute gemeldet, die ihr Geld verleihen möchten, versicherte er.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden