Mo, 18. Dezember 2017

Nach Gasexplosion

25.02.2014 08:29

Linzer Mieter retten Habseligkeiten aus Abrisshaus

Der Countdown läuft bereits: In der kommenden Woche beginnt der Abriss jenes Wohnblocks in der Linzer Schreberstraße, der seit einer Gasexplosion im August 2013 unbewohnbar ist. Damals kam ein 93-Jähriger ums Leben, elf weitere Menschen wurden verletzt. Nun retten die Ex-Mieter ihre letzten Habseligkeiten aus der Ruine.

Fäulnisgeruch durchzieht die Räume in dem desolaten Wohnhaus in der Schreberstraße. Vor dem Hauseingang stapeln sich die Besitztümer der ehemaligen Bewohner in großen Säcken. Bauarbeiter bringen Kleidung, Handtücher und Staubsauger, aber auch Bilder und Bücher - also den gesamten Hausrat - nach unten.

"Die ehemaligen Mieter können sich diese Woche aussuchen, was sie mitnehmen. Nach der Explosion im Vorjahr durften sie ja nur für eine Viertelstunde zurück in ihre Wohnungen, um Wertsachen und Dokumente zu holen. Mehr hat der Statiker damals wegen der Einsturzgefahr nicht erlaubt", erklärt Nikolaus Stadler, Chef der Linzer GWG-Hausverwaltung, warum die Ex-Mieter erst knapp vor dem Abriss ihr eigenes Hab und Gut zurückbekommen.

Ex-Mieterin: "Zwei Hiobsbotschaften an einem Tag"
"Ich hab' nach der Explosion nur Schmuck, Geld und meine Dokumente herausholen können, durfte nur ins Schlafzimmer", berichtet Barbara L. (47), die direkt neben jener Wohnung lebte, in der es zur Explosion gekommen war. Zum Zeitpunkt der Detonation lag die 47-Jährige (kleines Bild) gerade im Spital. "Damals wurde bei mir ein Tumor entdeckt. Das waren zwei Hiobsbotschaften an einem Tag. Aber sonst wäre ich wahrscheinlich umgekommen", so L.

Einen besonderen Dank möchte die 47-Jährige ihrer Versicherung aussprechen: "Die hat total schnell reagiert: Eine Woche nach dem Unglück hab' ich 10.000 Euro als Nothilfe am Konto gehabt. Bei anderen Mietern aus dem Haus ist es weit nicht so glatt gelaufen, das weiß ich." Auch mit ihrer neuen Unterbringung ist L. mehr als zufrieden. "Die ist sogar günstiger als meine alte Wohnung. Für mich passt alles", erklärt die 47-Jährige.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden