Mo, 18. Dezember 2017

Postenschließung

13.02.2014 15:15

Pröll: Kriminelle sollen die Polizei fürchten

Die vom Innenministerium österreichweit geplante Schließung von Polizeiposten hat viel Staub aufgewirbelt. Auch in Niederösterreich ist die Empörung groß. Landeshauptmann Erwin Pröll will jetzt unter dem Motto "Die Menschen müssen die Polizei sehen, die Kriminellen sollen die Polizei fürchten" gegensteuern.

Grundsätzlich spricht sich Niederösterreichs Landeschef dafür aus, dass es mehr Polizei auf der Straße geben soll. Das sei bei kleineren Posten nicht der Fall, weil fast die Hälfte der Polizeiarbeit Schreibtischarbeit mit dem Verfassen von Berichten über Unfälle, festgenommene Verdächtige und Gerichtsverfahren sei. Mehr Polizei auf der Straße will Pröll auch durch eine Aufstockung des Polizeiapparates in Niederösterreich erreichen – 100 bis 150 Polizisten mehr ist sein Ziel.

Darüber hinaus soll die Jagd auf Kriminelle per Videoüberwachung auf Autobahnen (seit 2010 über 700 Treffer) auf den gesamten Grenzraum Niederösterreichs ausgebaut werden. Dazu will Pröll Streifenwagen mit Kennzeichenfeststellungsgeräten zum sofortigen Erkennen von gestohlenen Autos ausrüsten lassen.

Wann Einbrecher "Hochsaison haben"
Nachtstreifen plus Videoüberwachung wiederum sollen gegen verdächtige Autos (meist Kastenwagen) eingesetzt werden. Pröll: "Laut Polizeiberichten passieren die meisten Einbrüche zwischen Mitternacht und dem Morgengrauen. Und meistens schaffen Kriminelle das Diebesgut per Kastenwagen weg. In dieser Zeit muss sowohl per Video als auch mittels Polizeistreifen garantiert sein, dass verdächtige Autos sofort unter die Lupe genommen werden."

Ministerin Mikl-Leitner am "Krone"-Telefon
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner steht am Samstag, von 13 bis 14 Uhr den "Krone"-Lesern unter der Telefonnummer 01/36011-3411 für ihre Sorgen und Anregungen zur heimischen Sicherheitslage zur Verfügung.

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