Mo, 20. November 2017

Betrug mit Schmuck

25.01.2014 17:01

Wiener in „Geiselhaft“ der indischen Gold-Mafia

Am Strand lernte er sie als freundliche Inder kennen, als lustige Gesellen, die auch gerne ein Bier ausgeben. Doch als sich Tobias K. (Name geändert) in Goa geschäftlich auf die Leute einließ, wurde es hässlich. Der 29-Jährige tappte mitten in die Falle einer gefährlichen Gold-Mafia.

Sie schenkten ihm ein paar Bier, eine neue Frisur und ein offenes Ohr. Lustig war der Abend mit den Einheimischen im Dezember. Tobias K. fand ein paar neue vermeintliche Freunde und diese wiederum ein perfektes Opfer.

"Sie haben mir ein Geschäft angeboten", erklärt der Wiener. Und das sah so aus: Der Vize-Chef der Truppe suche einen Urlauber mit Touristenvisum, der billigen Schmuck aus Indien nach Österreich bringt, wo man ihn wiederum teuer verkaufen könne. Es winke freilich eine ordentliche Provision - der Wiener ging darauf ein.

"Will alle Indien-Touristen vor den Männern warnen"
Der Trick dahinter: Das Gold ist wertlos. Bald darauf meldet sich ein angeblicher Zollbeamter bei den Opfern. Entweder man könne beweisen, dass der Urlauber die Ringe rechtmäßig in Indien erworben hat, oder es drohen 15 Jahre Haft. Und wie kann man das beweisen? Richtig - man muss es der Bande offiziell abkaufen.

"Sie haben mir versprochen, dass ich das Geld wiederbekomme", seufzt der Wiener. Dabei kann er froh sein, noch am Leben zu sein. Denn bis er den Tätern die 26.000 Euro überwiesen hatte, passierte allerhand: Ein Aufpasser wurde ihm zur Seite gestellt, er wurde eingeschüchtert, bedroht, in einem Unterschlupf versteckt, mit angeblichen Mördern konfrontiert. Jetzt sagt er: "Das Geld ist weg. Ich will alle Indien-Touristen vor den Männern warnen!"

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