Do, 19. Oktober 2017

Besitzer verärgert

23.01.2014 16:59

Amt kontrolliert Café wegen „verrauchter“ Zuckerl

Im "Krieg gegen die Raucher" scheint nun auch das Wiener Marktamt eine neue Front eröffnet zu haben. Denn nach einer anonymen Beschwerde tauchte eine Kontrolleurin im Wiener Bistro "Adam Riese" auf, um Süßwaren, "die angeblich aufgrund von Zigarettenrauch abwegig riechen und schmecken", zu kontrollieren.

Lokalbesitzer Dietmar Schwingenschrot versteht die Welt nicht mehr. "Obwohl ich meine Süßwaren in geschlossenen Behältnissen aufbewahre, soll die einwandfreie Ware Zigarettengeruch und -geschmack aufweisen", so der verärgerte Chef des Cafés in Wien-Brigittenau.

Doch Amt ist Amt und anonyme Beschwerde bleibt anonyme Beschwerde. So tauchte am Donnerstagvormittag eine Mitarbeiterin der Magistratsabteilung 59 im Lokal des Wieners, der "so nebenbei Ausschussratsmitglied der Wirte in der Wirtschaftskammer" ist, auf - um dann eine amtliche Probeziehung zu starten.

Im Marktamtsbericht heißt es dazu: "Ware (Haribo-Schaumzucker-Chamallows) wurde mit einem Kunststoffdeckel abgedeckt im Gastraum auf einem Tisch gelagert vorgefunden. Im Gastraum wird geraucht."

"Nachdem die Regierung das viel zu strenge Rauchergesetz endlich repariert hat, versucht nun das Marktamt offenbar über eine Hintertür, die Wirte erneut zu schikanieren", so der Floridsdorfer Bezirksrat Hans-Jörg Schimanek.

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