Sa, 26. Mai 2018

Demos in Thailand

22.01.2014 11:10

Protest geht weiter, Regierungstreuer angeschossen

Die regierungsfeindlichen Demonstranten in Thailands Hauptstadt Bangkok protestieren trotz der Verhängung des Ausnahmezustands weiter. Zudem kam es zu einem Übergriff auf einen Anführer der Regierungstreuen. Kwanchai Praipana sei in seiner Wohnung in Udon Thani im Nordosten des Landes überfallen und angeschossen worden, teilte die Polizei mit. Er ist am Arm und am Bein verletzt. Die Tat war politisch motiviert.

Kwanchai Praipana führt Tausende Anhänger der Regierung in der Provinz Udon Thani an. Er hatte mit einem landesweiten Kampf gedroht, sollte das Militär putschen.

In der Hauptstadt Bangkok trat am Mittwoch unterdessen der für 60 Tage verhängte Notstand in Kraft. Die Lage schien zunächst ruhig zu bleiben. Die Menschen gingen wie gewöhnlich zur Arbeit. Regierungskritische Demonstranten harrten in der Stadt aus, auch vor dem Gebäude, in dem Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra derzeit ihre Amtsgeschäfte führt.

Militär droht mit Einschreiten
Thailands Armeechef Prayuth Chan-ocha stellte indessen am Mittwoch nach Angaben des staatlichen Rundfunks MCOT klar, im Fall einer deutlichen Eskalation der Gewalt bei den Protesten in Bangkok einzuschreiten.

"Wenn die Situation auf unhaltbares Niveau eskaliert, hat das Militär keine andere Wahl, als eine Lösung herbeizuführen", zitierte der Sender den General. 40 Kompanien seien abgestellt, um die Ordnung aufrecht zu halten. "Ich hoffe, es eskaliert nicht."

Demos seit Monaten auf der Tagesordnung
Die Proteste in Thailand haben vor drei Monaten begonnen. Die Demonstranten verlangen den Rücktritt Yinglucks und werfen ihr vor, sie sei die Marionette ihres Bruders, Ex-Ministerpräsident Thaksin Shinawatra, dem Korruption und Günstlingswirtschaft vorgeworfen werden. Die von Yingluck geplante vorgezogene Wahl lehnen sie ab und verlangen stattdessen einen Volksrat. Anhänger der Regierung haben dieser in Massenkundgebungen wiederholt ihre Unterstützung demonstriert. Am Wochenende war die Situation eskaliert, bei Explosionen wurde ein Mensch getötet und zahlreiche weitere wurden verletzt.

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