Do, 24. Mai 2018

Auch Tiere betroffen

19.01.2014 17:19

Wetter spielt total verrückt: Erste Pollen sind da

Im Jänner 2013 hat Österreich unter einer "neuen Eiszeit" und Schneemassen gestöhnt. Langläufer kurvten durch den Wiener Rathauspark und der Eisbrecher "Eisvogel" war auf der Donau im Einsatz. Heuer kommen hingegen die Schneekanonen mit der Produktion der künstlichen weißen Pracht kaum nach. Kitzbühel kämpft um die legendäre Abfahrt, Blumen sprießen und bei Temperaturen von über zehn Grad sind bereits die ersten Frühlingspollen da. Fazit: Dieser Winter spielt völlig verrückt.

Auf der Rax in Niederösterreich lag vor genau einem Jahr eine ein Meter dicke Schneedecke. Jetzt sind es magere 15 Zentimeter. In der Ramsau (Steiermark) sind es acht statt 40 Zentimeter, am oberösterreichischen Feuerkogel 23 statt 141 Zentimeter.

Genau andersherum verhält sich die Situation laut Ubimet an der Alpensüdseite. Zwar liegt auch dort in den Niederungen aufgrund des milden Wetters meist kein Schnee, aber in den Bergen gibt es mehr als im vergangenen Jahr. So werden auf der Villacher Alpe aktuell 139 Zentimeter gemessen - 2013 waren es gerade einmal 35 Zentimeter.

Empfindliche Allergiker juckt es bereits
Das Wetter, das sich Winter nennt, spaltet das Land. Während sich vor allem die Menschen in den Städten über das Ausbleiben von Schneematsch und tonnenweise Streusplitt sowie über Spaziergänge im Sonnenschein freuen, herrscht im Tierreich heillose Verwirrung.

Zugvögel, die längst im Mittelmeergebiet überwintern sollten, zwitschern munter von heimischen Bäumen. Einige Pflanzen treiben bereits aus und läuten einen Frühstart der Pollensaison ein. Empfindliche Allergiker bekommen das schon jetzt zu spüren.

Wintereinbruch weiterhin nicht in Sicht
Zu Wochenbeginn soll es laut Wetterprognose (siehe Infobox) zwar geringfügig abkühlen. Ein nachhaltiger Wintereinbruch ist aber nicht in Sicht. Wer vergessen hat, wie sich Winter anfühlt, dem sei ein Besuch von Russlands Metropole Moskau "wärmstens" ans Herz gelegt: Bei Temperaturen um die minus 20 Grad haben dort am Sonntag Zehntausende Menschen mit dem traditionellen Eisbaden begonnen.

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