So, 17. Dezember 2017

Nach Flut im Sommer

13.01.2014 15:24

Damoklesschwert: Riesenfelsen bedrohen Hallstatt

Das Weltkulturerbe Hallstatt im oberösterreichischen Salzkammergut wird durch eine "Riesenfaust der Natur" bedroht. Denn nach den Fluten des vergangenen Sommers hängen Hunderte Tonnen an Geröll und Gestein über der historischen Stadt. Diese können sich - so die Ansicht von Geologen - jederzeit lösen und zahlreiche Häuser unter sich begraben.

Noch sind die Ereignisse vom 19. Juni des vergangenen Jahres tief in die Herzen der Hallstätter eingebrannt: Denn damals raste eine riesige Walze aus Erde, Gestein und Geröll durch den historischen Ortskern des UNESCO-Weltkulturerbes.

"Die äußeren Spuren sind mittlerweile beseitigt. Doch die Gefahr blieb bestehen", bestätigt Hallstatts leidgeprüfter SPÖ-Bürgermeister Axel Scheutz. Der Ortschef muss jetzt sehen, wie er mithilfe der Wildbachverbauung das Damoklesschwert entschärfen kann.

Denn bei weiteren Regenfällen oder auch nach der Schneeschmelze könnten sich Hunderte Tonnen an Geröll und Gestein lösen und im schlimmsten Fall Teile von Hallstatt unter sich begraben. Kritische Hauptzone: der 1.953 Meter hohe Plassen und der Hintere Mühlbach.

"Die jetzt drohende Katastrophe könnte noch schlimmer sein als beim letzten Mal", schlägt Stefan Janu von der Wildbachverbauung Alarm. Doch das dringend notwendige Schutzprojekt spießt sich an den Kosten von fünf Millionen Euro. "Wir versuchen jetzt alles, um eine mögliche Katastrophe von unserer Heimat abzuwenden", so der Bürgermeister.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden