Di, 21. November 2017

Beliebte Delikatesse

10.01.2014 11:29

Nadeliges Frühstück für Elefanten in Schönbrunn

Auch der Christbaum im Wiener Tiergarten Schönbrunn hat mittlerweile ausgedient. Doch natürlich wird im Zoo nichts verschwendet, viel zu begehrt ist die Fichte - vor allem bei den Elefanten. Wie beliebt die frischen Nadeln bei den Dickhäutern tatsächlich sind, zeigte am Freitag das beachtliche Tempo, mit dem sich die grauen Riesen auf den frisch gefällten Baum stürzten. Nur eine konnte dem nadeligen Frühstück noch nichts abgewinnen: Elefantennachwuchs Iqhwa blieb dann doch lieber bei Muttermilch.

Zwar steht bei dem im September geborenen Elefantenkind auch schon das eine oder andere Stückchen Brot auf dem Speiseplan, wie Mathias Otto, Tierpfleger der Elefanten, erklärte. Von den stacheligen Ästen hielt die Kleine am Freitagvormittag aber noch nichts. Stattdessen wuselte Iqhwa zwischen den Beinen von Mama Tonga und Schwester Mongu herum und spielte.

"Zu viel Grün wäre ungesund"
So blieb mehr für die beiden großen Elefantendamen übrig, die die seltene Delikatesse offenbar sehr genossen. Besonders gut schmeckten die frischen Nadeln und dünnen Äste. "Mit der Rinde werden die beiden noch ziemlich lange beschäftigt sein", meinte Otto. "Jetzt müssen wir sogar aufpassen, dass sie nicht zu viel Grün bekommen, das wäre ungesund." 18 Meter Christbaum aus dem oberösterreichischen Steyrtal wollen ja erst einmal verdaut sein.

Immer wieder landen Äste als Spielzeug und Futter im Elefantengehege - dennoch ist der Nadelbaum eine Besonderheit. "So frisch sind die Bäume sonst selten", sagte der Tierpfleger. Deshalb durfte sich nach den drei Damen auch der Rest der Elefantenherde an dem Christbaum gütlich tun.

Nadelbaum bei Zoobewohnern sehr gefragt
Doch nicht nur die Dickhäuter werden mit dem frisch zerkleinerten Baum beglückt: "Die Äste gehen auch an die Nashörner, die Rentiere und die Berberaffen", so Harald Schwammer, stellvertretender Direktor des Tiergartens.

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