So, 17. Dezember 2017

Sattes Plus

23.12.2013 13:30

Bis zu 7,9 Prozent mehr Gehalt für Museums-Chefs

Wovon Pensionisten nur träumen können: Für Museumsdirektoren - etwa die Generaldirektorin der Nationalbibliothek (Bild) - gab's ein Gehaltsplus von bis zu 7,9 Prozent.

Auf den 588 Seiten des aktuellen Einkommensberichts des Rechnungshofes finden sich die Jahresbezüge des Post-Vorstands, der Sozialversicherungs-Chefs sowie von einer Zoo-Direktorin, von Festspiel-Intendanten und die 14.000-Euro-Gagen diverser ORF-Landesdirektoren.

Nicht unspannend für jeden Normalverdiener ist auch das Kapitel "R" von Seite 446 bis 459: Das Team von Rechnungshof-Präsident Josef Moser listet dort nämlich penibel die Gehälter des Wiener Museums-Adels auf. Dabei fällt eines auf: Mancher Direktor konnte sich mit Jahreswechsel auf 2012 gleich über eine 7,9-prozentige Gehaltserhöhung freuen. Was bei Jahresbezügen von bis zu 261.100 Euro prompt ein Plus von 18.900 Euro ausmacht.

Hier ein Auszug aus den Tabellen: Mit einem Jahresbezug von 261.100 Euro oder 18.650 Euro monatlich ist die Generaldirektorin der Nationalbibliothek, Johanna Rachinger (kleines Bild), unter den absoluten Top-Verdienern im Museums-Biz. Laut Rechnungshof stieg ihr Einkommen von 2011 auf 2012 um 18.900 Euro - oder um immerhin 7,8 Prozent. Knapp dahinter: Agnes Husslein, die Direktorin der Galerie Belvedere, mit einer Jahresgage von 260.900 Euro oder monatlich 18.635,71 Euro. Ihre Gehaltserhöhung von 2011 auf 2012: 7,9 Prozent oder 19.100 Euro.

Ebenfalls auf der Liste: Sabine Haag, die Direktorin des Kunsthistorischen Museums, mit 261.100 Euro, und KHM-Geschäftsführer Paul Frey mit einem Jahresbezug von 232.900 Euro. Insgesamt stiegen die Gehälter dieser Museums-Chefs um 2,49 Prozent. Deutlich höher fiel das Gehaltsplus im Wiener MAK aus: Für Christian Thun-Hohenstein gab's um 5,63 Prozent mehr - er kam 2012 auf 223.100 Euro.

31.000 Euro mehr erhielt die Leiterin des Technischen Museums, Gabriele Zuna-Kratky: 254.100 Euro im Jahr oder monatlich 18.150 Euro (14-mal). In dieser Reihung wirken die Bezüge im Mumok fast bescheiden: Die Arbeit von Karola Kraus ist der Republik jährlich 171.100 Euro wert. Die Gehaltssteigerung von 2011 auf 2012 lag bei 3,45 Prozent.

Zur Erinnerung: Die Pensionen werden ebenso wie die Gehälter der Bundesregierung um nur 1,6 Prozent erhöht.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden