Di, 21. November 2017

Ruhiger Urnengang

25.11.2013 07:17

Hernandez gewinnt Präsidentenwahl in Honduras

Juan Orlando Hernandez hat laut vorläufigem Ergebnis die Präsidentenwahl in Honduras gewonnen. Der Kandidat der konservativen Nationalen Partei kam auf 34,9 Prozent, wie das Wahlamt am Sonntagabend nach Auszählung von rund einem Viertel der Stimmen mitteilte. Seine stärkste Konkurrentin, Xiomara Castro von der linksgerichteten Partei LIBRE, erhielt demnach 28,3 Prozent.

Bei der Wahl genügt in Honduras eine einfache Mehrheit. Rund 5,3 Millionen Honduraner waren aufgerufen, den Nachfolger von Staatschef Porfirio Lobo zu bestimmen. Neben dem künftigen Präsidenten wurden auch die 128 Abgeordneten des Parlaments sowie knapp 300 Bürgermeister gewählt.

Die unterlegene Kandidatin Castro ist die Ehefrau des im Jahr 2009 gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya. Hernandez hatte 2009 den Umsturz unterstützt. Im Wahlkampf versprach der Konservative, im Falle eines Sieges Soldaten in den Kampf gegen die notorische Kriminalität zu schicken. Honduras hat die weltweit höchste Mordrate gemessen an der Bevölkerungszahl und zählt mit einer Arbeitslosenquote von rund 40 Prozent zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas.

Wahlbeobachterin Lunacek: "Ruhiger Urnengang"
Wegen der starken Spannungen zwischen den politischen Lagern hatten Beobachter Unruhen im Falle eines knappen Wahlergebnisses nicht ausgeschlossen. Nach Angaben der Leiterin der EU-Wahlbeobachtermission in dem mittelamerikanischen Land, der Grünen Europaabgeordneten Ulrike Lunacek, verlief der Urnengang im Großen und Ganzen "ruhig und fair". Die Wahlbeteiligung sei hoch gewesen, teilte sie kurz nach Schließung der Wahllokale mit.

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