Sa, 18. November 2017

Wirbel um ORF-Deals

05.11.2013 14:51

Verdacht der Untreue: Anzeige gegen Monika Lindner

Im ersten Kapitel ein Verwirrspiel im Team Stronach, dann ein Krimi um Spenden für Krebskinder - und nun, in Teil drei von Monika Lindners Politsaga, ein Justizdrama: Am Dienstag ging eine Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft Wien, alte ORF-Deals sollen aufgerollt werden. Sogar eine Haftstrafe droht.

In der Sachverhaltsdarstellung der FPÖ wird der Verdacht geäußert, dass Lindner als ORF-Generaldirektorin zwischen Jänner 2002 und Dezember 2006 Aufträge für Image-Kampagnen und ein Marken-Redesign des ORF "ohne korrekte Ausschreibung" vergeben habe.

Sehr oft habe davon die Werbeagentur von Günter Lebisch (Bild) profitiert - er ist der Lebenspartner Lindners. Das Volumen dieser Deals: etwa 1,8 Millionen Euro. Da der ORF ein vom Rechnungshof geprüftes Unternehmen sei, hätten "selbstverständlich" offizielle Ausschreibungskriterien beachtet werden müssen, ist in der Anzeige zu lesen. Für Lindner und Lebisch gilt die Unschuldsvermutung.

"Die Justiz wird den Fall mit Sicherheit genauestens prüfen", meint FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl. Die bereits angekündigten Ermittlungen der ORF-Revision sind Kickl zu wenig: "Man kann doch nicht den ORF seinen eigenen Skandal aufklären lassen."

Egal, wie das Ergebnis der Ermittlungen ausfallen wird - die Causa wird Lindner finanziell belasten. "Bei derartigen Fällen kann der Rechtsbeistand rasch zwischen 20.000 und 40.000 Euro kosten", schätzt der Staranwalt Alfred Boran.

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