So, 25. Februar 2018

Fall in Vorarlberg

05.09.2013 15:04

Seuchengefahr und Tierleid durch Welpenhandel

Ein aktueller Fall dreier Hundewelpen aus Serbien bestätige, dass der illegale Import von Hunden nicht nur die Gefahr der Verschleppung von Tierseuchen, sondern auch massives Tierleid bedeuten kann, so der Vorarlberger Landesveterinär Norbert Greber in einer Aussendung. Sein Appell: Augen auf beim Hundekauf!

Die drei Welpen waren im August aus Serbien über die ungarische
Grenze illegal importiert und über Kundenkontakt in einem Gasthaus an zwei weitere Personen abgegeben worden. Als die Tiere wegen Durchfall zu einem Tierarzt gebracht werden mussten, erwiesen sich die Angaben im Impfpass als falsch. Über Polizei und Zollfahndung gelang es, den Importeur zu ermitteln. Gegen ihn wird ein Strafverfahren wegen Übertretung tierseuchen- und zollrechtlicher Bestimmungen eingeleitet.

Tollwutverdacht
Da es in Serbien Tollwut gibt, gelten die Hunde nach österreichischem Tierseuchenrecht als tollwutverdächtig, weil sie nicht ordnungsgemäß geimpft wurden. Im Regelfall schickt man solche Tiere deshalb sofort zurück. Durch Vermittlung der Veterinärabteilung wurde nun eine andere Lösung erzielt.

Welpen müssen in Quarantäne
Die Hunde können in Vorarlberg bleiben, stehen aber für vier Monate unter amtlicher Beobachtung und Quarantäne. In dieser Zeit werden sie nochmals gegen Tollwut geimpft. Wenn nach 30 Tagen ein ausreichender Antikörper-Titer festgestellt
wird, können die Schutzmaßnahmen nach weiteren drei Monaten
aufgehoben werden.

Augen auf beim Hundekauf
Landesveterinär Grebers Empfehlung für Interessenten ist so klar wie einfach: "Einen Rassehund kauft man beim seriösen Züchter, einen Mischlingshund im nächsten Tierheim - beides nur nach vorheriger Beratung und Information, niemals als spontane Entscheidung."

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