Fr, 20. Oktober 2017

Kritik an Moderator

11.07.2013 14:41

Nastassja Kinski weint bei Lanz wegen ihres Vaters

Die Missbrauchsvorwürfe gegen ihren Vater machen Nastassja Kinski (52) nach wie vor schwer zu schaffen. Angesprochen auf Klaus Kinski brach die Schauspielerin am Mittwochabend in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" in Tränen aus. Auf Twitter werfen Zuschauer dem Moderator jetzt unsensibles Verhalten vor.

"Das ist ein doofer Moment jetzt", stammelte die sichtlich mitgenommene Kinski, als Markus Lanz sie in seiner Talkshow auf ihren Vater anspricht. "Ich habe nicht gedacht, dass man den Namen erwähnt." Sie habe angenommen, es ginge in der Talkshow ausschließlich um ihren Skandal-"Tatort" aus dem Jahr 1977 ("Reifezeugnis").

Lanz entschuldigt sich, hakt aber sofort wieder nach: "Wenn Sie mitkriegen, dass Ihre Halbschwester dieses Buch schreibt, in dem Ihr Vater dann plötzlich in einem ganz anderen Licht erscheint: Was geht Ihnen da durch den Kopf, wussten Sie davon?" Mit leiser Stimme spielt Kinski auf ihre Tränen an: "Meine erste Reaktion war diese jetzt."

Sie habe ihre Schwester jedoch als kleines Kind das letzte Mal gesehen, so die Schauspielerin weiter. Und das Buch habe sie bis heute nicht gelesen. "Warum haben Sie es nicht gelesen?", will Lanz wissen. "Weil es zu schmerzhaft ist?" Kinski nickt in ihr Taschentuch.

Harsche Kritik an Lanz' Verhalten
Im Internet stößt Lanz' Verhalten auf Unverständnis, die Zuschauer werfen dem Moderator unsensibles Verhalten vor. Ein User schreibt zum Beispiel zynisch auf YouTube: "Markus Lanz wettet, dass er einer Frau 20 indiskrete Fragen stellen kann und sie dabei einmal zum Heulen bringt in 75 Minuten. Topp - die Wette gilt!"

Andere machen auf Twitter ihrem Ärger Luft: "Markus Lanz fragt sensibel wie ein Holzklotz", und können das Benehmen des ZDF-Moderators nicht verstehen: "Derart zum Fremdschämen. Seelenstriptrease instabiler Personen, soll das Unterhaltung sein?"

Pola beschuldigte Klaus Kinski des Missbrauchs
Nastassja Kinskis Halbschwester Pola hatte im Jänner in ihrem Buch "Kindermund" publik gemacht, dass ihr 1991 verstorbener Vater sie jahrelang sexuell missbraucht habe. Nastassja Kinski zeigte sich erschüttert und sagte, sie sei "stolz auf ihre (Polas; Anm.) Kraft, ein solches Buch zu schreiben". Sie erklärt damals, auch sie habe fürchterliche Angst vor ihrem Vater gehabt: "Er war ein Tyrann."

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