Mi, 22. November 2017

Schlamm türmt sich

10.06.2013 14:58

Zermürbende Aufräumarbeiten nach Hochwasser

Die Aufräumarbeiten entlang der Donau gehen stetig voran. Dennoch: Auch nach rund eineinhalb Wochen ist das Thema Hochwasser noch längst nicht abgehakt. Im Tiroler Ort Kössen haben Gutachter des Landes mittlerweile mit der Schadensaufnahme begonnen.

In Niederösterreich verlagert sich der Assistenzeinsatz des Bundesheeres zunehmend ostwärts. Soldaten waren nicht nur in Klosterneuburg, sondern auch in Hainburg im Einsatz, berichtete das Militärkommando. Im Großraum Melk sollten die "gröbsten Arbeiten" bis Mittwoch, in der Wachau bis Donnerstag abgeschlossen sein. In Hainburg muss jede Menge Schwemmholz entfernt werden, das sich entlang des Ufers der Donau abgelagert hat. Um die teilweise tonnenschweren Stämme zu beseitigen, wird auch ein Bergepanzer eingesetzt.

Schlamm türmt sich teilweise zwei Meter hoch
Die Schnellbahnen der Linie S7 verkehren seit Mittag auch wieder im Abschnitt Hainburg - Wolfsthal. Ein "Hotspot" für die Aufräumarbeiten durch Bundesheer und Feuerwehr ist nach wie vor Kritzendorf bei Klosterneuburg, wo sich der Schlamm stellenweise zwei Meter hoch türmt. "Es schaut fürchterlich aus", sagte Feuerwehrsprecher Franz Resperger. Der Wasserstand war dort teilweise um 20 Zentimeter höher als beim Jahrhunderthochwasser 2002.

In der am stärksten vom Hochwasser betroffenen Ortschaft Tirols, Kössen im Bezirk Kitzbühel, haben am Montag Gutachter des Landes mit der Schadensaufnahme begonnen. In der 4.200 Einwohner-Gemeinde sind laut Bürgermeister Stefan Mühlberger rund 450 Häuser betroffen. 60 gewerbliche Betriebe wurden durch die Fluten in Mitleidenschaft gezogen. Das Bundesheer sei derzeit noch mit 100 Mann im Einsatz und werde zumindest bis Freitag in Kössen bleiben. Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren wurde laut Mühlberger mittlerweile auf ein Minimum reduziert, da die Feuerwehrleute wieder ihren jeweiligen Brotberufen nachgehen müssen.

Sorge um Pegelstände von Donau und Inn nach Unwettern
Gewitter mit Starkregen und Hagel haben in der Nacht auf Montag in Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg erneut zu zahlreichen Überflutungen und Muren geführt (siehe Infobox). Laut Hydrografischem Dienst könnten für Montagabend prognostizierte Niederschläge die Pegelstände von Inn und Donau wieder bis zur Warngrenze steigen lassen.

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