So, 17. Dezember 2017

"Vertraulich"

28.05.2013 14:48

Team Stronach: Hotline für "Opfer" der Gewerkschaft

Der Gegenwind, den sich das Team Stronach mit seinen Aussagen, wonach man die Gewerkschaften nicht mehr brauche, eingehandelt hat, ist der Partei des Austro-Kanadiers Frank Stronach offensichtlich nicht genug: Am Dienstag legte Klubchef Robert Lugar (Bild) nach und forderte eine Reduzierung der Sozialpartner auf die Arbeiterkammer und die Wirtschaftskammer. Außerdem richtete seine Partei eine Hotline für "Gewerkschaftsopfer" ein.

"Seit über einer Woche melden sich jeden Tag Dutzende Menschen, die sich über den ÖGB beschweren. Darunter finden sich auch viele Funktionäre, die mit der Abgehobenheit der ÖGB-Spitze nicht mehr können", erklärte der Team-Stronach-Klubobmann in einer Aussendung am Dienstag.

Abstimmung in der Infobox: Sind die Gewerkschaften für Österreich wichtig?

"Gerade diese Funktionäre und Mitarbeiter an der Basis haben noch einen Bezug zu den Menschen und können die Missstände beim ÖGB aufdecken", so Lugar weiter. Alle "Gewerkschaftsopfer" können sich nun bei der eigens eingerichteten Hotline unter der Wiener Nummer 40110-8070 beim Team Stronach melden, wo laut Lugar alle Anrufe und Mails "persönlich und vertraulich" behandelt werden.

Lugar: "Zahl der Sozialpartner auf zwei reduzieren"
"Es ist an der Zeit, die Zahl der Sozialpartner in Österreich auf zwei zu reduzieren: Die Arbeiterkammer auf der einen Seite und die Wirtschaftskammer auf der anderen", hatte Luger wenige Stunden vor Bekanntgabe der Hotline betont. Es sei überhaupt nicht zu verstehen, warum ein kleines Land wie Österreich eine Arbeiterkammer und den ÖGB brauche.

Man müsse ja den ÖGB nicht gänzlich auflösen, er könnte in Teilen "nach und nach" in der Arbeiterkammer aufgehen, schlug Lugar vor. Man brauche "weniger Klassenkampf und mehr Miteinander". Außerdem forderte er ein Ende der Zwangsmitgliedschaften bei der Arbeiter- bzw. Wirtschaftskammer.

Sozialminister: "Rundumschläge beenden"
Von Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat sich das Team Stronach mit dieser neuesten Forderung erwartungsgemäß eine Abfuhr geholt. "Die starke Sozialpartnerschaft hat dazu beigetragen, dass Österreich die Wirtschaftskrise besser gemeistert hat als andere Länder", meinte Hundstorfer.

Gerade die Gewerkschaften seien für die Arbeitnehmerschaft unverzichtbar, verwies Hundstorfer etwa auf Lohnerhöhungen und Kollektivverträge. "Ich fordere das Team Stronach auf, ihre wöchentlichen Rundumschläge zum Schaden der ArbeitnehmerInnen zu unterlassen."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden