Mo, 20. November 2017

Von Bruder geortet

18.05.2013 16:04

23-Jähriger erst Stunden nach Unfall aus Graben gerettet

Feuerwehr, Wasser- und Bergrettung haben Samstag früh im Salzburger Pongau zu einer schwierigen Bergung ausrücken müssen. Ein 23-jähriger Mann aus St. Johann war nach einem Verkehrsunfall auf der Hochkönig Bundesstraße in den steilen Mühlbachgraben gestürzt, aber zunächst nicht gefunden worden. Erst sein Bruder, der zur Unfallstelle gekommen war, konnte den Verletzten orten.

Gegen 4.15 Uhr waren zwei Autos in einer Rechtskurve seitlich miteinander kollidiert. Ein Fahrzeug wurde dabei gegen eine Felswand geschleudert, der Fahrer (23) aus Bischofshofen erlitt Verletzungen. Vom gleichaltrigen, zweiten Unfalllenker fehlte jedoch jede Spur, auch die Suche mit der Wärmebildkamera im angrenzenden Mühlbachgraben blieb ergebnislos.

23-Jähriger per Hubschrauber aus Graben gerettet
Gegen 7 Uhr erreichte dann der Bruder des vermissten Lenkers den Unfallort und rief nach dem 23-Jährigen, der schließlich antwortete und von den Helfern geortet werden konnte. Um den jungen Mann aus dem Graben zu retten, mussten sich Mitglieder der Bergrettung und eine Notärztin abseilen. Mit einer Seilbergung per Hubschrauber wurde der Verletzte nach der Erstversorgung aus dem Graben geholt und ins Unfallkrankenhaus Salzburg geflogen.

Unter Felsen eingeschlafen
Bei der Befragung gab der junge Mann an, dass er nach dem Unfall im Schock über den steilen Abhang in das Flussbett des Mühlbachs geklettert sei. Als er nicht mehr weitergehen konnte, habe er sich unter einen Felsen gesetzt und sei eingeschlafen. Erst das Schreien seines Bruders habe ihn schließlich aufgeweckt, so der Pongauer.

Bei beiden Autofahrern war der Alkotest negativ. Die Hochkönig Bundesstraße musste während des Rettungseinsatzes gesperrt werden.

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