So, 19. November 2017

Mittagessen gegangen

30.04.2013 17:02

Patientin von Arzt bei Akupunktur in Praxis vergessen

Um sich das Rauchen abzugewöhnen, ließ sich Veronika Z. in Niederösterreich Akupunkturnadeln stechen. Doch der Mediziner ging mittagessen und vergaß auf seine Patientin. Erst die Polizei konnte die Frau aus ihrer misslichen Lage befreien. Die Betroffene nimmt den Vorfall mit Humor.

Zehn Minuten, 20 Minuten, 60 Minuten - mit 13 Nadeln im Körper lag Veronika Z. in einem Spezialraum in der Ordination ihres Hausarztes in Wiener Neustadt - wie "heute" berichtete - und wartete geduldig darauf, von ihnen wieder befreit zu werden - allerdings vergeblich. Denn die gesamte Belegschaft samt Arzt hatte sich bereits in die Mittagspause verabschiedet.

Patientin in der Arztpraxis gefangen
"In der Hektik hatten alle verschwitzt, noch einmal in die Akupunktur-Kammer zu schauen", so die 64-Jährige. Und als die agile Pensionistin bemerkte, was passiert war, zog sie sich die Nadeln heraus und fragte ihren Mann Hans per Handy: "Was mache ich, wenn ich in einer Arztpraxis gefangen bin?" "Wir rufen die Polizei", so die Anwort des Ehemanns.

Gesagt getan. Bald darauf wurde Veronika Z. von hilfsbereiten Beamten gerettet - über die Terrasse und den Gartenzaun. Wut auf den behandelnden Mediziner hat die 64-Jährige, die zu seinen treuesten Patientinnen zählt, nicht.

"Jeder Mensch macht Fehler"
Im Gegenteil! Die Wiener Neustädterin erklärt beim "Krone"-Lokalaugenschein: "Jeder Mensch macht Fehler. Und es ist mir ja wirklich nichts Schlimmes passiert." Als Wiedergutmachung und Dank für ihre Loyalität bekommt Veronika Z. jetzt die gesamte Therapie zur Rauchentwöhnung kostenlos.

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