So, 19. November 2017

Menschen attackiert

30.03.2013 09:39

Ausgebüxte Rinder in OÖ: Tier von Zug erfasst und getötet

Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr jagen seit Donnerstag im Raum Freistadt in Oberösterreich eine ausgebüxte Rinderherde. Die 44 Tiere waren aus einer Umzäunung entkommen. Bis Samstag wurden bereits 40 Rinder wieder eingefangen. Eines der entlaufenen Tiere wurde in der Nacht auf Samstag von einem Regionalzug erfasst und getötet.

Nachdem die 44 Galloway-Stiere - jedes Tier ist bis zu 2.000 Euro wert - am Donnerstag gegen 11 Uhr davongelaufen waren, versuchten die Aufsichtspersonen zunächst in Eigenregie, sie wieder einzufangen. Doch das misslang. Die einjährigen Rinder drangen bis in den Bereich des Bahnhofes von Freistadt vor, durchquerten einen Bach und liefen in Richtung einer Bundesstraße. Deshalb wurde gegen 15 Uhr die Polizei alarmiert. Diese forderte Helfer der Freiwilligen Feuerwehren Freistadt, Waldburg und St. Peter an.

Rinder attackieren Feuerwehrmann und Pensionist
Zunächst gelang es dennoch nicht, die robusten schottischen Hochlandrinder unter Kontrolle zu bringen. Sie überquerten die Bundesstraße, gefährdeten dort die Autofahrer und stürmten in ein Wohngebiet. Ein Großteil der Tiere ließ sich in ein Gatter treiben, zwölf weitere Rinder wurden per Betäubungspfeil eingefangen.

"Näher als fünf bis zehn Meter will ich nicht hingehen, bevor das Tier ruhiggestellt ist", weiß Tierarzt Wolfgang Affenzeller, dass auch die meist friedlichen Tiere rabiat werden können. Ein Pensionist, der einen verirrten Stier in seinem Garten fangen wollte, und ein Feuerwehrmann wurden beim Einsatz bereits "überrannt" und mussten im Spital verarztet werden.

Deshalb warnt auch Christian Jachs, Bürgermeister von Freistadt, vor übereifrigen Helfern: "Jogger und Spaziergänger, die einen Stier sehen, sollen bitte die Polizei und Feuerwehr verständigen. Es ist dringend davon abzuraten zu versuchen, die Tiere selbst einzufangen."

Zaun möglicherweise aufgeschnitten
Wie die Rinder flüchten konnten, ist noch nicht restlos geklärt. Zunächst ging man davon aus, die Tiere hätten den Zaun durchbrochen. "Es könnte aber auch sein, dass er aufgeschnitten wurde, weil genau an der am besten gesicherten Stelle das Loch ist", erzählte Christian R., der sich um die Tiere, die einem Niederösterreicher gehören, im Mühlviertel kümmert.

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