Fr, 24. November 2017

Dichtung war defekt

18.03.2013 11:13

Notlandung in Wien: Passagierin spricht über bange Minuten

Während die AUA nach der Notlandung einer ihrer Maschinen am Samstagabend in Wien-Schwechat von einer "Vorsichtsmaßnahme" spricht, steckt der Schreck vielen Passagieren - unter ihnen "Krone"-Redakteurin Waltraud Dengel - noch in den Knochen: "Die AUA sieht mich nie wieder!" Wie am Montag bekannt wurde, hatte ein defekter Dichtungsring für die Fehlfunktion eines Hydrauliksystems gesorgt.

Wieder zurück in Kärnten bekommt "Krone"-Redakteurin Waltraud Dengel noch immer eine Gänsehaut, wenn sie an das zurückdenkt, was sich am Samstag gegen 20 Uhr an Bord des Fluges OS 462 von London nach Wien abgespielt hatte: "Es war grauenhaft! Schon vor dem Abflug in London waren Techniker fieberhaft mit Arbeiten an der rechten Flugzeugturbine beschäftigt", so die Klagenfurterin. Erst nach mehreren Minuten habe ein Techniker mit Daumen nach oben dem Piloten gedeutet, dass alles wieder in Ordnung sei.

"Man hat keinen Ton gehört"
Dengel: "Mit einer Stunde Verspätung hoben wir dann ab. Über Wien fing der Pilot in 3.000 Metern Höhe an zu kreisen. Nach 15 Minuten meldete er sich und sagte, dass ein weiteres Problem mit der Hydraulik aufgetaucht sei und in Wien eine Landebahn für uns hergerichtet wird." Mehr erfuhren die 97 Passagiere, darunter auch eine ganze Schulklasse, nicht. "Ich hielt mich fest, als der Pilot zur Crew sagte, dass sie sich auf die Notlandung vorbereiten soll", schildert die Redakteurin.

Nach weiteren 20 Minuten - einer gefühlten Ewigkeit - setzte der Airbus, flankiert von Feuerwehrautos, zur Notlandung auf einer Piste am Flughafen Wien-Schwechat an. Dengel schildert die dramatischen Minuten: "Die Beleuchtung in der Kabine wurde bei der Notlandung abgeschaltet. Man hat keinen Ton gehört." Schließlich setzte der Flieger doch noch sicher auf der Erde auf, verletzt wurde niemand.

Fehlfunktion durch defekte Dichtung
Schuld an der Misere war übrigens ein defekter Dichtungsring. Bereits am Sonntag gegen 3 Uhr hätten die Techniker den Fehler in einem der drei Hydrauliksysteme gefunden und das Flugzeug wieder freigegeben. Das berichtete AUA-Sprecherin Patricia Strampfer am Montagvormittag.

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